Gratulierten Sr. Werburga (mit Blumen) zum Professjubiläum: Der Verwaltungsdirektor des Clemenshospitals, Christian Bake, die Generalrätin Sr. M. Angelique und die Konventsoberin Sr. Mariata von den Clemensschwestern sowie die Pflegedirektorin Hildegard Tönsing und der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Georg Hülskamp vom Clemenshospital (v.l.).
Zahlreiche Mitschwestern, Kollegen, Familienangehörige und Weggefährten feierten mit Sr. Werburga das 60. Professjubiläum.
Verwaltungsdirektor Christian Bake während seiner Glückwunschrede.
Zahlreiche Mitschwestern, Kollegen, Familienangehörige und Weggefährten feierten mit Sr. Werburga das 60. Professjubiläum.
Zahlreiche Mitschwestern, Kollegen, Familienangehörige und Weggefährten feierten mit Sr. Werburga das 60. Professjubiläum.
Viele Geschenke erhielt Sr. Werburga zum runden Jubiläum.
Ein historisches Foto von Sr. Werburga (l.) mit Dr. Quante (m.)
Sr. Werburga während des Nachtdienstes ca. 1970.
Mit ihren Mitschwestern beim geselligen Beisammensein.

60. Professjubiläum von Schwester Werburga

[07.09.2015]

Als Schwester Werburga während ihrer Ausbildung zur Krankenschwester im St.-Antonius-Hospital in Kleve zum ersten Mal die Clemensschwestern kennenlernte, wuchs in der jungen Frau schnell das Bewusstsein, dass hier auch ihre Zukunft liegen würde. Die Clemensschwestern leiteten damals sowohl das Krankenhaus als auch die Krankenpflegeschule. „Die Schwestern widmen sich voll und ganz der Pflege Kranker, das hat mich sehr beeindruckt“, berichtet die 83-Jährige.

Im Februar 1954 trat sie in den Orden ein, am 12. September des Jahres wurde sie eingekleidet und begann das Noviziat. Ein Jahr später übernahm sie nach der ersten Profess als frischgebackene Ordensschwester die Leitung der Frauenstation des Clemenshospitals, das nach der Zerstörung am ursprünglichen Standort an der Stubengasse provisorisch an den damaligen Hindenburgplatz umgezogen ist. „Alles war sehr beengt, wir hatten kaum Platz. Die Betten hatten außerdem keine Räder, die Patienten mussten mit Tragen transportiert werden“, erinnert sich Schwester Werburga. Vieles hätte seinerzeit improvisiert werden müssen. 1958 wurde Dr. Theodor Tiwisina Chefarzt am Clemenshospital, „plötzlich wurden bei uns komplizierte Kopf- und Rückenmarksoperationen durchgeführt, das kannten wir noch nicht und waren erst unsicher“. Die Unsicherheit war schnell überwunden, 26 Jahre begleitete die Clemensschwester den Chefarzt, beide wurden ein eingespieltes Team.

1962 erfolgte der Umzug an den jetzigen Standort am Düesbergweg, innerhalb weniger Stunden waren alle Patienten in dem modernen Neubau angelangt. „Dr. Tiwisina freute sich so sehr über die neuen Räume, dass er durch die Station eilte und überall die Lampen einschaltete“, erzählt die Clemensschwester, die in diesen Tagen ihr 60. Professjubiläum feiert. Mit dem neuen Chefarzt kamen auch oft sehr schwere Fälle in das Clemenshospital, an viele erinnert sich Schwester Werburga noch sehr gut. „Ein 19-jähriger Student wurde nach einem schweren Unfall bei uns bewusstlos eingeliefert, bis auf seine Mutter glaubte niemand daran, dass er überleben würde“. Die Mutter behielt recht und Jahre später kam der junge Mann nach seinem abgeschlossenen Studium ins Krankenhaus, um sich bei der Ordensschwester für die gute Pflege zu bedanken.

Auf Dr. Tiwisina folgte Prof. Dr. Gerold Wintzer, mit dem Schwester Werburga 13 Jahre eng zusammengearbeitet hat. Insgesamt 42 Jahre leitete sie die operative Privatstation, dann folgte der Wechsel zur internistischen Station. Hier arbeitete die Krankenschwester bis zur Umwandlung in die neue Komfortstation im vergangenen Jahr. Seither kümmert sie sich um die Bewohner der Kurzzeitpflegeeinrichtung, fragt nach den Essenswünschen und hat immer ein offenes Ohr.

Am 6. September wurde Schwester Werburgas 60. Professjubiläum mit einem Gottesdienst und einem festlichen Essen gefeiert. Zahlreiche Weggefährten, Familienmitglieder sowie Vertreter des Ordens und der Klinikleitung gratulierten der Ordensschwester zu ihrem Jubiläum.