Anerkennung als regionales Traumazentrum

[28.04.2010]

Jedes Jahr werden in Deutschland rund 38.000 Menschen bei einem Unfall schwerstverletzt. 20.000 von ihnen versterben. Auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie wurden daher Traumanetzwerke gegründet, um die Versorgung von Schwerstverletzten zu verbessern. Zu einem dieser Netzwerke, nämlich dem Traumanetzwerk Nord-West, gehört auch das Clemenshospital. Nach gründlicher Prüfung durch die Gesellschaft für Unfallchirurgie wurde dem münsterschen Krankenhaus nun als einem der ersten beteiligten Häuser bestätigt, dass es als regionales Traumazentrum die Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten erfüllt. Das Zentrum ist somit zertifiziert.
Im Traumanetzwerk Nord-West haben sich Kliniken aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden zusammengeschlossen, damit Schwerstverletzte innerhalb von 30 Minuten in einem geeigneten Krankenhaus – möglichst heimatnah - medizinisch versorgt werden können. Grundlage ist ein rund um die Uhr funktionierendes Kommunikationsnetzwerk: stets aktuelle Datenbanken mit allen notwendigen Informationen für die schnelle Patientenversorgung, Angaben über die Kapazitätsauslastung der Kliniken und natürlich mit den Kontaktdaten der verantwortlichen Mediziner. Mit gemeinsamen Standards und Fortbildungen soll die Qualität der medizinischen Versorgung zudem weiter gesteigert werden.

In den kommenden Jahren sollen im gesamten Bundesgebiet flächendeckend Traumanetzwerke etabliert werden. Wenn alle beteiligten Zentren erfolgreich auditiert wurden – so wie jetzt das Clemenshospital – ist das Traumanetzwerk Nord-West offiziell zertifiziert.