Sr. Marianne Candels, Stefan Kentrup, Jan-Christoph Borries, Dr. Dieter Beese, Arndt Hermann Menze, Holger Wigger und Prof. Dr. Herbert Vorgrimler (v. l.)
Prof. Dr. Herbert Vorgrimler
Superintendent Dr. Dieter Beese
Viele Gäste feierten mit Arndt Hermann Menze im Clemenshospital
Superintendent Dr. Dieter Beese gratuliert Arndt Hermann Menze zur Einführung als Gemeindepfarrer
Bürgermeister Holger Wigger
Pfarrerin Tomke Weymann
Jan-Christoph Borries von der Klinikseelsorge der Uniklinik
Pfarrer Arndt Hermann Menze dankt seinen Gästen für die vielen Glückwünsche

Arndt Hermann Menze als neuer Gemeindepfarrer eingeführt

[19.03.2012]

Der Rettungshubschrauber schwebte während des Vaterunsers unüberhörbar über der Gnadenkirche in Münster hinweg um auf dem Dach des nur wenige Meter entfernten Krankenhauses mit einem Notfall an Bord zur Landung anzusetzen. Geradezu sinnbildlich war diese Szene für Pfarrer Arndt Hermann Menze, der zu gleichen Teilen als Klinikseelsorger des Clemenshospitals und als neuer Pfarrer der Johanneskirchengemeinde tätig ist. Während seines Einführungsgottesdienstes am 18. März bestärkte ihn der Superintendent Dr. Dieter Beese in der Übernahme seiner neuen Aufgaben: „Wir waren uns sicher, dass Sie der richtige für diese Stelle sind. Wir werden Gottes Wort gerne aus Ihrem Munde hören!“

Für die Gemeinde und auch für die Mitarbeiter und Patienten des Clemenshospitals ist der 1969 in Schwerte geborene Menze längst kein Unbekannter mehr, bereits seit August 2008 war er „Pfarrer auf Abruf“. Der frischgebackene Pfarrer erzählte in seiner Predigt von der Gefangenschaft Paulus’, den der Glaube an Christus trug und stützte. Dies gelte auch im Krankenhaus, wo der Glaube den Patienten oftmals Zuversicht schenke, auch wenn die Krankenakte etwas anderes sage. „Aus manchem Patientengespräch geht auch der Seelsorger gestärkter hervor als er hineinging“ berichtete Menze. Mehrfach wurde während des Gottesdienstes auf die anstehende Wahl von Pfarrer Joachim Gauck zum Bundespräsidenten hingewiesen: „In hoffnungslosen Situationen ist es gut, wenn man eine zusätzliche Überlebensration hat“ wird Gauck mit Blick auf den Glauben zitiert. Eine Regel, die auch für die schwierigen Situationen gelte, in denen sich viele Patienten befinden.
Für eine gelungene Überraschung sorgte die Gemeindejugend, die mit einer Neuinterpretation des Liedes „Ein Kompliment“ der Gruppe „Sportfreunde Stiller“ ihrem Pfarrer ein bewegendes Ständchen brachte.

Während der anschließenden Feierstunde im Clemenshospital verwies der Geschäftsführer des Krankenhauses, Stefan Kentrup, auf die große Bedeutung der Klinikseelsorge. Der Leiter der Seelsorge, Prof. Dr. Herbert Vorgrimler, betonte die traditionell enge Zusammenarbeit von katholischer und evangelischer Seelsorge im Clemenshospital: „Wir stehen uns gegenseitig bei und unterstützen uns bei unserer Arbeit. Wir wollen ein Klima im Krankenhaus aufrecht erhalten, das wir von den Clemensschwestern geerbt haben, ein Klima der Zuwendung.“ Auch Beese betonte die Zusammenarbeit der beiden Konfessionen: „Alles, was die Ökumene verstärkt, können wir nur unterstützen.“ Münsters Bürgermeister Holger Wigger hob die Leistungen Menzes zum Beispiel als Religionslehrer am Hittorf-Gymnasium hervor. „Für viele Menschen ist der Begriff Kirche ein Reizwort geworden. Dabei schenkt die Gemeinde den Menschen Rückhalt“, betonte der Vertreter der Stadt Münster in seinem Vortrag.