Andrea Potschinski, Heidrun Pöll und Henny Stentrup von der Gruppe „Ninepatch“ übergaben 20 liebevoll in Handarbeit erstellte Patchwork-Decken an Gerlinde Ehses und Maria Brand (v.l.) von der Kinderintensivstation des Clemenshospitals.

Bunte Decken für Frühchen

[25.03.2014]

Diese Geschenke werden sicher lange in Ehren gehalten, insgesamt 20 kunstvoll genähte Patchwork-Decken haben die Frauen der Hammer Gruppe „Ninepatch“ dem Clemenshospital übergeben. Gedacht sind sie für die Frühgeborenen, die auf der Kinderintensivstation der Klinik betreut werden.

„Das sind richtige Kunstwerke“, freut sich die Stationsleitung Gerlinde Ehses über die kuscheligen Decken. Stellvertretend für die sechsköpfige Gruppe reisten Andrea Potschinski, Henny Stentrup und Heidrun Pöll nach Münster, im Gepäck die farbenfrohen Geschenke. Aus Herbern, Bergkamen und Hamm kommen die Gruppenmitglieder im Alter zwischen 46 und 76 Jahren, die sich alle 14 Tage in den Räumen eines Kindergartens zum Nähen oder Quilten, wie sie es nennen, treffen.

„Wir quilten die Decken fast komplett von Hand“ erläutert Henny Stentrup. Seit zwölf Jahren besteht die Gruppe, inzwischen sind alle Familienmitglieder „eingedeckt“, wie die Drei berichten. Zur Geburt, zum 18. Geburtstag oder zur Hochzeit, Anlässe finden sich immer. „Jetzt wollten wir anderen mal etwas Gutes tun“, sagt Heidrun Pöll. 40 Decken entstanden daraufhin in mehrmonatiger Arbeit, eine Hälfte ging in die Uniklinik Essen, die andere an das Clemenshospital. „Die Decken erhalten die Eltern als Abschiedsgeschenk, wenn sie mit ihren Babys nach Hause gehen“, erläutert die stellvertretende Stationsleitung Maria Brand. An jeder Decke hängt ein Pflegehinweis, damit die Patchwork-Kunstwerke möglichst lange durchhalten. Das Clemenshospital verfügt über ein Perinatalzentrum Level II, in dem Frühchen ab der 29. Schwangerschaftswoche betreut werden können.