Ralf Dickmann (r.) erklärt Björn Miehe (l.), wie die richtige Haltung bei der Herzdruckmassage.
Mitarbeiter des Clemenshospitals gaben Tipps zur Reanimation.
Marion Kunz (l.) zeigt Björn Miehe den richtigen Umgang mit dem Defibrillator.

„Das ist leichter als man denkt!“ – Tipps zur Wiederbelebung

[22.09.2015]

Eigentlich wollte Björn Miehe nur seine Tochter ins Clemenshospital begleiten. Beim Warten stieß er in der Eingangshalle auf das Team der Intensivstation, das mit der Unterstützung zweier Übungspuppen Tipps zur Wiederbelebung gab. Während der „Woche der Wiederbelebung“ konnten Patienten und Besucher die Gelegenheit nutzen, unter fachkundiger Anleitung die richtige Technik der Herzdruckmassage und Beatmung zu erlernen und den Umgang mit dem Defibrillator zu üben, der inzwischen an vielen Orten öffentlich angebracht ist.

Auch Björn Miehe nutzte die Gelegenheit, die angestaubten Kenntnisse aufzufrischen und war beeindruckt: „Das ist leichter als man denkt!“. Die beiden Übungspuppen, „Phantome“ genannt, sind echte Hightech-Geräte und zeigen an, ob die Stärke des Drucks auf den Brustkorb richtig dosiert ist. Während die eine Puppe einen Erwachsenen simuliert, stellt die andere ein Kind dar. „Viele Besucher kamen zufällig vorbei und mussten feststellen, dass sie vieles von dem vergessen haben, was sie zur Führerscheinprüfung mal lernen mussten“, berichtet Marion Kunz während ihr Kollege Ralf Dickmann bereits dem nächsten Interessierten die korrekte Armhaltung erklärt, „Nicht wie im letzten Tatort. Der Film war gut aber die Wiederbelebungsszene sehr schlecht!“ scherzt der Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivpflege.

Der Infostand war durchgehend gut besucht, was auch an den kostenlosen Waffeln gelegen haben könnte, die von der Klinikküche angeboten wurden, „Die gibt’s aber erst nach der Übung, als Belohnung wenn man alles richtig gemacht hat“, da ließen die beiden Reanimationsexperten nicht mit sich reden. Die „Woche der Wiederbelebung“ findet jedes Jahr statt und wird von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin organisiert.

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