Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (m.) musste sich auch kritischen Fragen von Geschäftsführer Stefan Kentrup (l.) und Prof. Dr. Hans-Joachim Muhs stellen.
Nicht nur bei der Rede des Bundesgesundheitsministers hörten die Teilnehmer aufmerksam zu.
Chefarzt Prof. Dr. Hans-Joachim Muhs begrüßt die Symposiums-Teilnehmer.
Am Rande des Symposiums ergaben sich angeregte Gespräche.
Auch für das leibliche Wohl wurde gesorgt.

Der Minister reiste mit dem Fahrrad an

[24.11.2011]

Was andere im stillen Kämmerlein mit einem Glas Sekt feiern würden, war für den Chefarzt der Frauenklinik des Clemenshospitals, Prof. Dr. Hans-Joachim Muhs, der willkommene Anlass für die Planung eines Symposiums, das nicht nur außergewöhnlich prominent besetzt sondern auch überaus erfolgreich in der Umsetzung war. „Medizin-Geschichte-Berufspolitik“ waren die Schlagworte, unter denen am Samstag, 19. November, von 9.30 bis 18.00 Uhr in Münsters gediegenem Zwei-Löwen-Klub über aktuelle Themen aus den Bereichen Geburtshilfe, Perinatologie, Unterbauchtumoren, Brustkrebs und Berufspolitik referiert und diskutiert wurde. In einem speziellen Block, der auf die Bedürfnisse von Hebammen, Pflegekräften und Arzthelferinnen zugeschnitten war, ging es unter anderem um das schwierige Thema des Überbringens von schlechten Nachrichten sowie die Herausforderung im Umgang mit Intimität und Sexualität in der gynäkologischen Arbeit.
Als prominentester Gastredner wollte es sich der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) nicht nehmen lassen, persönlich zum Jubiläum zu gratulieren. Für eine gewisse Erheiterung sorgte dabei der Umstand, dass der Bereich, der für die Limousine des Ministers vorgesehen war, nicht benötigt wurde, da der Münsteraner stilecht mit dem Fahrrad anreiste.
 In seiner Gastrede verwiese er auf den gegenwärtig zu beobachtenden Wandel in der Medizin „70 Prozent der Medizinstudenten Münsters sind weiblich“, dies würde strukturelle Veränderungen im Gesundheitswesen zwingend erforderlich machen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird für die Entscheidungsträger von zunehmender Bedeutung werden.
Dem Initiator des Symposiums, Prof. Dr. Hans-Joachim Muhs, ist der Erhalt des Krankenhauses als Ausbildungsstätte des medizinischen Nachwuchses besonders wichtig, darauf wies er den Bundesgesundheitsminister am Rande des Symposiums nachdrücklich hin. Auch der Geschäftsführer des Clemenshospitals, Stefan Kentrup, nutzte die Gelegenheit des prominenten Besuches und verdeutlichte Bahr nachdrücklich die finanziellen Herausforderungen, die in den kommenden Monaten und Jahren auf die Krankenhäuser Deutschlands zukommen werden.

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