Präsentieren den neuen MRT des Clemenshospitals (v.l.): Verwaltungsdirektor Christian Bake, Prof. Dr. Johannes Weßling, Gilbert Aldejohann und die MTRA Karina Pranzkus.

Detaillierter als je zuvor – Neuer 3-Tesla-MRT in Betrieb

[01.07.2015]

Einer der weltweit modernsten Magnetresonanztomographen (MRT) mit einer Feldstärke von drei Tesla und der Bilderzeugungstechnik „Multitransmit“ steht seit kurzer Zeit im Clemenshospital. Nach Abschluss der Einrichtungsphase wird das Gerät nun am 6. Juli in Betrieb gehen. „Mit dieser Investition in Spitzenmedizin bieten wir unseren Patienten diagnostische Möglichkeiten, die über die vorherrschenden Standards hinaus gehen“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Radiologie und Experte für Krebsbildgebung, Prof. Dr. Johannes Weßling.

Querschnittsbilder des menschlichen Körpers in höchster Auflösung erlauben präzise Darstellungen von Tumoren und ihrer Ausdehnung im Körper. Dies gilt insbesondere für Tumoren des Gehirns, der inneren Organe, der Brust sowie des Enddarms und der Prostata. Als eines der offiziell zertifizierten Krebszentren der deutschen Krebsgesellschaft kommt die neue Technik damit besonders Patienten der MAgKs (Münsteraner Allianz gegen Krebs) zu Gute.

Das neue Hightech-Gerät wird neben der Krebsdiagnostik auf vielen weiteren Gebieten wie der Untersuchung von Gelenken, Muskeln, Sehnen, Gefäßen oder inneren Organen sowie in der Neurochirurgie zum Einsatz kommen. So können künftig Erkrankungen des Herzens, des Bewegungsapparates und der Wirbelsäule sowie Erkrankungen bei Kindern wesentlich genauer als bisher untersucht werden. Eigens für das über sieben Tonnen schwere Gerät wurde am Clemenshospital ein neuer Gebäudeteil errichtet.

Bei der Untersuchung im MRT wird der Patient keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt. Vielmehr kommt ein Magnetfeld zum Einsatz, das tausendfach stärker ist als das der Erde. Die Daten werden in einem speziellen Computersystem ausgewertet und liefern den Experten des Clemenshospitals wichtige Informationen, die bedeutsam für die weitere, zielgerichtete Behandlung des jeweiligen Patienten sind. „Das neue Gerät festigt unsere Position als diagnostisches Zentrum in der Region und bietet unseren Patienten ein deutliches Plus an Untersuchungsgenauigkeit“, freut sich der Geschäftsführer des Clemenshospitals Gilbert Aldejohann.