Der Fachkrankenpfleger Jethro Rotter erklärt den Schülern den Ablauf im Schockraum des Clemenshospitals.
Der Fachkrankenpfleger Jethro Rotter erklärt den Schülern den Ablauf im Schockraum des Clemenshospitals.
Der stellvertretende Leiter der Intensivstation, Christian Wessels, erläutert den Schülern, welche Funktion und Bedeutung die vielen Geräte und Monitore haben, an denen die Patienten auf seiner Station angeschlossen sind.
Sanitäter des Arbeiter-Samariter-Bundes demonstrieren den Schülern, wie ein Unfallopfer professionell versorgt wird.
Der leitende Polizeidirektor Udo Weiss beeindruckte die Schüler mit seinen Berichten von den vielen schweren Unfällen, mit denen es der Polizist bereits zu tun hatte.

Eine Party zur Vorbeugung

[06.11.2015]

Dorothee Labusch freut sich, mit der Klasse 10b der Realschule im Kreuzviertel am Projekt P.A.R.T.Y. des Clemenshospitals teilnehmen zu können: „Es gibt viele Angebote für kleine Kinder im Bereich der Verkehrserziehung aber nur sehr wenig für Jugendliche“, dabei seien sie es doch, die bald mit dem neuen  Führerschein in der Tasche am Straßenverkehr teilnehmen werden, wie die Verkehrsbeauftragte der Schule betont.

Nach sehr eindringlichen Vorträgen des Chefarztes Prof. Dr. Horst Rieger und des leitenden Polizeidirektors Udo Weiss über die Folgen des Alkohol- und Drogenkonsums sowie die ablenkende Wirkung von Handys im Straßenverkehr haben die Schüler in Gruppen die Stationen eines Unfallopfers vom Rettungswagen über den Schockraum, die Intensiv- und die Normalstation des Krankenhauses am Düesbergweg nachvollzogen. Ärzte, Pflegekräfte und Physiotherapeuten berichteten über ihre Arbeit mit Unfallopfern. Zum Abschluss berichtete Maik Helling als ehemaliger Patient über seinen mühevollen Weg nach seinem schweren Unfall zurück ins normale Leben. Obwohl der Autounfall bereits sieben Jahre zurückliegt, müssen immer wieder neue Operationen vorgenommen werden, um die Folgen zu behandeln.

„Man konnte richtig merken, wie es bei den Schülern während des Rundgangs irgendwann ‚klick‘ gemacht hat und ihnen bewusst wurde, was es tatsächlich bedeutet, einen Unfall zu haben“, zeigt sich der Organisator des Projektes, Dr. Timm Schmidt-Mertens nach dem Ende des Projekttages beeindruckt.

P.A.R.T.Y. steht als Abkürzung für das Konzept „Prevent Alcohol- and Risk-related Trauma in Youth“ und wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, der Akademie für Unfallchirurgie und weiteren Organisationen nach amerikanischem Vorbild entwickelt. Das Clemenshospital ist die einzige Klinik Münsters, die dieses Programm in Kooperation mit der Polizei und den Hilfsorganisationen für Schulklassen anbietet.