Alexander und Adam (v.l.) präsentieren stolz ihren Fang, den sie im Teich des Clemenshospitals gemacht haben.
Die Biologin Nina Dorenkamp erklärt den Kindern der Gottfried-von-Cappenberg-Schule, welche Tiere ihnen ins Netz gegangen sind.
Lea Siebenborn ist Lehramtsstudentin und gehört zum Team des "Blauen Klassenzimmers".
Die Gummistiefel müssen zeigen was sie können, wenn die Kinder der Gottfried-von-Cappenberg-Schule die Wasserwelt im Teich des Clemenshospitals untersuchen.
Die Gummistiefel müssen zeigen was sie können, wenn die Kinder der Gottfried-von-Cappenberg-Schule die Wasserwelt im Teich des Clemenshospitals untersuchen.
Die Gummistiefel müssen zeigen was sie können, wenn die Kinder der Gottfried-von-Cappenberg-Schule die Wasserwelt im Teich des Clemenshospitals untersuchen.
Der Lehrer Marc Voges begleitete seine Klasse auf ihrem Ausflug zum Teich des Clemenshospitals.
Die Gummistiefel müssen zeigen was sie können, wenn die Kinder der Gottfried-von-Cappenberg-Schule die Wasserwelt im Teich des Clemenshospitals untersuchen.
Die Biologin Nina Dorenkamp erklärt den Kindern der Gottfried-von-Cappenberg-Schule, welche Tiere ihnen ins Netz gegangen sind.

Forscher in Gummistiefeln

[08.09.2015]

Die Enten haben Reißaus genommen aber die Bachflohkrebse entkommen den kleinen Forschern nicht. Mit Keschern und Lupendosen rückt das Gummistiefelteam unerschrocken dem Kleingetier auf den Leib, das im Teich des Clemenshospitals kreucht und fleucht. Vom Netz geht’s in den Becher mit der Lupe und danach in eine wassergefüllte Schale, damit alle Kinder den Fang begutachten können. Unterwegs sind die Schüler der zweiten Klasse der Gottfried-von-Cappenberg-Schule mit Nina Dorenkamp und Lea Siebenborn vom Projekt „Blaues Klassenzimmer“ des Landesfischereiverbandes Westfalen und Lippe.

Obwohl es immer wieder etwas regnet und das Teichufer rutschig ist, gehen die Kinder mit Eifer ans Werk. Da läuft schon mal ein Gummistiefel voll aber das schreckt keinen großen Entdecker. Und zu entdecken gibt es in dem versteckt liegenden Gewässer so einiges: „Bachflohkrebse gibt es hier sehr viele“, erklärt die Biologin Dorenkamp, „wir haben aber auch schon Skorpionswanzen und einige Larven gefunden, obwohl es für diese eigentlich schon ziemlich spät im Jahr ist“. Sogar ein kleiner Fisch ist den Schülern ins Netz gegangen, wurde aber schnell wieder in die Freiheit entlassen, damit er in Ruhe weiter seine Runden ziehen kann. „Wer die Becherlupe hat, ist für die gefangenen Tiere verantwortlich“, erklärt die Lehramtsstudentin Siebenborn. Neben dem Entdecken des Lebensraums Wasser geht es den beiden auch darum, Respekt vor den Lebewesen zu vermitteln. Berührungsängste abzubauen und Spaß an der Natur zu wecken sind weitere Ziele des ambitionierten Projektes. Anhand der gefundenen Tiere können die Kinder Rückschlüsse auf die Wasserqualität ziehen, so wie es professionelle Ökologen auch machen.

Der Teich im Park des Clemenshospitals, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule liegt, hat Geschichte, er gehörte schon zum ehemaligen Gutshaus Geist, das bis zum Bau des Krankenhauses Ende der 1950er Jahre an dieser Stelle stand. Und er hat eine gute Wasserqualität, das hat die akribische Untersuchung der Nachwuchswissenschaftler ergeben.