Gemeinsam gegen Krebs - Gemeinsam umfassend behandeln

[01.12.2014]

Es sind Fälle wie diese, die die Mitarbeiter der Münsteraner Allianz gegen Krebs (MAgKs) jedes Mal aufs Neue darin bestätigen, dass sie den richtigen Weg gehen: Ein Patient war lange Zeit in zahnärztlicher Behandlung, doch seine Beschwerden besserten sich nicht. Kein Wunder, denn er litt nicht unter klassischen Zahnschmerzen, sondern unter einem Kopf-Hals-Tumor. Als diese Diagnose dann endlich gestellt war, wurde er umfassend in den Krebszentren der MAgKs behandelt – und kann heute als geheilt bezeichnet werden. Seine Geschichte erzählte der Patient zusammen mit seinem Hausarzt beim Advents-Symposium der MAgKs am Samstag, 29. November, im Mövenpick Hotel.

Bei einer Krebserkrankung das bestmögliche Behandlungsergebnis zu erzielen, und die Betroffenen und ihre Angehörigen umfassend zu betreuen, das hat sich die Münsteraner Allianz gegen Krebs – zu der das Clemenshospital, die Raphaelsklinik und die Fachklinik Hornheide gehören – auf die Fahnen geschrieben. Bei ihrem Advents-Symposium mit dem Titel „Gemeinsam gegen Krebs!“ kamen Experten aus dem Gesundheitswesen zusammen, um sich über neueste Erkenntnisse zu informieren und sich auszutauschen.

Als Referenten konnte die MAgKs neben Chirurgen und Schmerztherapeuten auch viele Fachärzte unterschiedlichster Richtungen sowie Psychoonkologen gewinnen. Über fünf Stunden lang wurden die verschiedenen Krebszentren und ihre Arbeit vorgestellt, wie zum Beispiel das Lungenkrebszentrum oder das Hautkrebszentrum. Zwischen den Vorträgen gab es insgesamt drei Live-Tumorboards, bei denen einzelne Fälle von der Erstdiagnose bis zum Schluss detailliert vorgestellt wurden, und jeder an der Behandlung beteiligte Arzt über seine Erfahrungen berichtete. „Die meisten Hausärzte können sich unter unseren Zentren nichts vorstellen, weil sie die Arbeitsweise und die extrem vielschichtigen Behandlungsschritte nicht kennen. Die Patienten wollen aber darüber möglichst viele Informationen von ihren Hausärzten bekommen. Hier schließen wir eine Lücke und schaffen Transparenz, weshalb sich unser Symposium auch in erster Linie an die niedergelassenen Ärzte richtet“, erklärt Dr. Michael Fluck, Leitender Arzt der Internistischen Onkologie der Fachklinik Hornheide, und ergänzt: „Eine Krebstherapie kann schon einmal sechs Monate dauern. In der Zeit ist der Hausarzt eine extrem wichtige Person.“

Der Moderator und einer der MAgKs-Leiter, Dr. Christian Lerchenmüller, ebenfalls Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie des Clemenshospitals, freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung: „Die Resonanz war äußerst positiv und in den Gesprächen mit den Teilnehmern konnten wir feststellen, dass insbesondere die Beispiele aus der Praxis sehr gut angekommen sind.“ Aus diesem Grund soll das Advents-Symposium auch im nächsten Jahr wiederholt werden. Zuerst steht aber Ende April ein Patiententag an.