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Kinder erleben Untersuchungen am Gehirn im Schlaf
Ruhige Musik tönt aus den Lautsprechern, das Licht ist gedämpft, und der kleine Leonard schlummert auf dem Schoß seiner Mama ein. Doch etwas ist anders, denn Leonard ist nicht etwa in seinem Kinderzimmer, sondern im neuen EEG- und Schlaflaborbereich der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Clemenshospitals. Hier werden seit neuestem mit modernster Technik die elektrischen Vorgänge im Gehirn auch der kleinsten Patienten untersucht.
„Kinder mit Epilepsie, Infektionen des Gehirns, Hirninfarkt oder -tumor werden im EEG-Bereich genauso untersucht wie Patienten mit Atemstörungen im Schlaflabor“, sagt Chefarzt PD Dr. Otfried Debus. Und das rund um die Uhr wenn es nötig ist, vom Frühgeborenen bis zum jungen Erwachsenen. Der Untersuchungsbereich wurde komplett neu gestaltet und auf zwei Räume ausgeweitet. Nun sind Schlaf- und Langzeit-EEGs, elektronische Messungen der Hör- und Sehbahnen und vieles mehr möglich. In nur zirka 30 Minuten sind die absolut schmerzfreien Untersuchungen abgeschlossen. Außer es ist eine Langzeit-EEG-Messung notwendig. Die kann dann vielfach auch ambulant, also zuhause, mit einem mobilen Gerät durchgeführt werden.
Wenn Leonard auf dem Schoß seiner Mutter langsam einschläft, läuft eine Kamera mit und überträgt die Bilder aus dem Untersuchungszimmer in den Vorraum, in dem die EEG-Assistentin Annette Gausmann aufpasst, dass alles richtig abläuft. Leonards Werte werden ihr direkt auf den Rechner übertragen, und sie kann je nach Bedarf handeln. „Eine wirklich gute Sache, die den Kindern auch die Angst vor dem Krankenhaus nimmt“, findet Debus. Er freut sich mit seinem gesamten Team, dass im Clemenshospital nun die modernen Untersuchungen im Bereich der Neuropädiatrie komplettiert werden.
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