v. l.: Britta Franz (St. Franziskus-Hospital), Maike Biermann (Königskinder), Priv.-Doz. Dr. Michael Böswald (St. Franziskus-Hospital), Katrin Beerwerth (Königskinder), Birgit Egger (UKM), Priv.-Doz. Dr. Otfried Debus (Clemenshospital), Prof. Dr. Heymut Omran (UKM), Pia Schulz (UKM), Dr. Jens Hausmann (Königskinder), Hubertus Foyer (Königskinder) und Bettina Greulich (Königskinder).

Königskinder kooperieren mit Münsters Kinderkliniken

[01.12.2011]

Vier halbe Stellen in der psychosozialen Betreuung von schwerstkranken Kindern finanziert ab sofort die Kinderhospiz Königskinder gGmbH an den drei großen Kinderkliniken in Münster: Am Universitätsklinikum Münster (UKM), dem St. Franziskus-Hospital Münster und dem Clemenshospital Münster betreuen drei Erzieherinnen die betroffenen Kinder und begleiten den Übergang von stationärer zu ambulanter Pflege. An der UKM-Kinderklinik wird von den Königskindern zudem eine halbe Psychologenstelle finanziert.

„Kinderhospizarbeit setzt bereits zum Zeitpunkt der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung an und kann sich oft über Jahre erstrecken. Unser Ziel ist es, die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie deren Familien während dieser Zeit intensiv zu begleiten. Daher haben wir uns entschlossen, eine psychosoziale Betreuung der Familien bereits während des Klinikaufenthalts zu unterstützen“, erklärt Hubertus Foyer, Geschäftsführer der Königskinder, die Zusammenarbeit mit den Kliniken. Die von Königskinder finanzierten Mitarbeiterinnen begleiten die Betroffenen während des Krankenhausaufenthalts und bereiten den Übergang in die ambulante Pflege vor, betreuen Geschwisterkinder und sind Ansprechpartner für die gesamte Familie.

In den Kinderkliniken sieht man der Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation mit Freude entgegen: „Wenn Kinder von einer lebensverkürzenden Erkrankung betroffen sind, ist das natürlich eine extreme psychische Situation für die gesamte Familie. Deshalb ist die psychosoziale Betreuung durch speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen genauso wichtig wie eine ausgezeichnete ärztliche und pflegerische Versorgung“, unterstreicht Prof. Dr. Heymut Omran, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin – Allgemeine Pädiatrie – am Universitätsklinikum Münster.

Gemeinsam mit seinen Kollegen Privat-Dozent Dr. Michael Böswald, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am St. Franziskus-Hospital, und Privat-Dozent Dr. Otfried Debus, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin am Clemenshospital, bildet Prof. Omran zudem den ärztlichen Beirat für das ambulante Kinderhospiz Königskinder. Als Experten unterstützen sie die Planungen, verstärkt den Aufbau eines ambulanten Kinderhospizdienstes voranzutreiben, und hoffen gemeinsam einen reibungslosen Übergang zwischen stationärer und ambulanter Betreuung der Kinder etablieren zu können. Der Bedarf an ambulanten Betreuungsmöglichkeiten von schwerstkranken Kindern ist groß. „Wichtig für die betroffenen Familien ist, in ihrer schwierigen Situation nicht alleine gleichzeitig aber auch in der vertrauten Umgebung Zuhause zu sein. Daher gehen wir bereits in den Kliniken aktiv auf die Familien zu und bieten Unterstützung an. Besonders wichtig ist uns dabei, die enge Zusammenarbeit mit den Ärzten. Wir freuen uns daher sehr, die Leiter der Münsteraner Kinderkliniken als wichtige Ratgeber für den Beirat zu gewinnen“, sagt Hubertus Foyer.

Pressemitteilung UKM