Henny Stentrup, Rosa Nadrowski und Heidrun Pöll (in zivil, v. l.) von der Gruppe Ninepatch übergeben eine neue Lieferung Patchworkdecken an Maria Brand (l.) und Gerlinde Ehses (r.) von der Kinderintensivstation des Clemenshospitals.

Kuschlige Erinnerung an die Intensivstation

[21.12.2015]

Überglücklich sind die meisten jungen Eltern, wenn sie mit dem zu früh auf die Welt gekommenen Nachwuchs auf dem Arm nach mehreren Wochen endlich die Kinderintensivstation des Clemenshospitals verlassen dürfen. Als Erinnerung an diese intensive Zeit erhalten sie zum Abschied eine fröhlich bunte Patchworkdecke, liebevoll von Hand genäht von den sieben Frauen der Gruppe „Ninepatch“ aus Werne, jede Decke ist ein Einzelstück.

Alle 14 Tage treffen sich die Gruppenmitglieder zum gemeinsamen Nähen, manchmal werden komplette Wochenenden dem kunstvollen Zusammensetzen der gespendeten Stoffe und Füllmaterialien gewidmet. Gespendet wird das Material von unterschiedlichen Stoffgeschäften, die vliesartige Füllung kommt von der Firma Freudenberg in Weinheim. Mehrere Stunden arbeiten die Handarbeiterinnen an einer Decke, „Die Decken für die kleinen Babys sind ja nicht so groß, da geht das relativ schnell“ berichtet Heidrun Pöll während der Übergabe der neuesten Werke. Auf diese Weise sind bis heute bereits 110 Decken entstanden, drei bis vier Mal pro Jahr besuchen Vertreterinnen der Gruppe die Kinderintensivstation des Clemenshospitals, um für Nachschub zu sorgen.

An jeder Decke hängt ein Pflegehinweis, damit die Patchwork-Kunstwerke möglichst lange durchhalten. Das Clemenshospital verfügt über ein Perinatalzentrum Level II, in dem Frühchen ab der 29. Schwangerschaftswoche betreut werden können.