Auf Visite in der Kinderklinik des Clemenshospitals (v. l.): Wera Röttgering, Dr. Eckart von Hirschhausen, Ulla Vienken (Polly), Dr. Otfried Debus und Ully Schabany (Justus).
Begeisterte Zuhörer bei der Stippvisite im Clemenshospital.
Eckart von Hirschhausen bei seinem Auftritt im Clemenshospital.
Die Klinikclowns Justus und Polly alias Ully Schabany und Ulla Vienken hatten ihren Spaß.
Auch ein paar der kleinen Patienten der Kinderklinik kamen zum Auftritt des Kabarettisten.
Eckart von Hirschhausen bei seinem Auftritt im Clemenshospital.
Eckart von Hirschhausen bei seinem Auftritt im Clemenshospital.
Chefarzt Dr. Otfried Debus dankt Wera Röttgering für ihr Engagement.

Lachen als Medizin – Dr. Eckart von Hirschhausen im Clemenshospital

[14.12.2012]

„Persönliche Zuwendung ist ein Medikament, das man ruhig überdosieren sollte“, diesen medizinischen Rat bekamen die Mitarbeiter des Clemenshospitals am Donnerstag mit auf den Weg. Der Arzt und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen kam zur Visite an den Düesbergweg, um die Arbeit der Klinikclowns zu unterstützen und sich bei dem Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Otfried Debus, über die Arbeit seiner Abteilung zu informieren. Ohne Praxisgebühr und Zuzahlung vermittelte der Entertainer vor dem begeisterten Publikum aus Ärzten und Pflegenden interessante und witzige Einblicke in die Zusammenhänge zwischen Humor und Heilung.

„Der Humor sollte als selbstverständlicher Teil der Behandlung im Krankenhaus verstanden werden, Medizin und Pflege sind mehr als Pillen zu geben und mit dem Skalpell zu arbeiten“, fordert von Hirschhausen. Auch den Mitarbeitern würde eine entsprechende Dosis dieses Medikamentes gegen Stress und Burnout helfen. Mit Blick auf die Ordensschwestern im Publikum fügte er noch hinzu „Glaube, Liebe und Hoffnung sind seit 2.000 Jahren als wirksam anerkannte Heilmittel.“

Zu verdanken hatten die Mitarbeiter des Clemenshospitals den kurzweiligen Abend einem Versprechen, das die Leiterin des Vereins Herzenswünsche, Wera Röttgering, dem Kabarettisten am Rande einer Preisverleihung im März dieses Jahres abnahm. Beim nächsten Aufenthalt in Münster sollte er sich im Clemenshospital über die Arbeit der Klinikclowns informieren, deren Einsatz der Verein seit 1997 finanziert. „Clowns haben den Joker, von außen zu kommen und mit dem Patienten den Augenblick genießen zu können, ohne an das Ausfüllen von Akten oder sonstiges denken zu müssen“ merkte von Hirschhausen an, der die Arbeit der Klinikclowns seit 15 Jahren mit Studien und Seminaren unterstützt. Münster sei in Deutschland die Keimzelle dieser Form der „Therapie“, sagte der prominente Gast.

Die Klinikclowns Ully Schabany und Ulla Vienken alias Justus und Polly, sind einmal pro Woche in der Kinderklinik zu Gast, um unter den jungen Patienten für Kurzweil zu sorgen. Neben ihrer Arbeit mit Kindern sind die Clowns mittlerweile auch in Altenpflegeeinrichtungen aktiv.