Hamid Borghei-Razavi (l.) und Prof. Dr. Uta Schick entdeckten gemeinsam mit Kollegen aus Schweden und dem Iran die „Münster Correlation“.

Münster ab sofort in jedem Kopf

[07.05.2014]

Dass jeder Münsteraner ein Stück seiner Heimatstadt im Herzen mit sich trägt, ist eine schöne Vorstellung aber wohl nur schwer zu beweisen. Dass jeder Mensch auf der Welt ein Stück Münster in seinem Kopf birgt, ist jedoch seit Kurzem eine wissenschaftliche Tatsache. Neurochirurgen des Clemenshospitals entdeckten gemeinsam mit Ärzten des Stockholmer Karolinska-Instituts und der Uniklinik Teheran einen anatomischen Zusammenhang zwischen bestimmten Knochenstrukturen im menschlichen Schädel und tauften diesen „Münster Correlation“.

Diese Korrelation beschreibt einen wichtigen Zusammenhang zwischen der Lage bestimmter Schädelknochen, der bei der Planung von Operationen an der Schädelbasis, zum Beispiel bei einer Tumorerkrankung im Kleinhirnbrückenwinkel, von Bedeutung ist. Schriftlich gratulierte Oberbürgermeister Markus Lewe der Chefärztin Prof. Dr. Uta Schick und dem Neurochirurgen Hamid Borghei-Razavi zu ihrer Entdeckung: „Auf diese Weise wird unsere Stadt sicher insbesondere unter Medizinern und Wissenschaftlern, die sich mit Akustikusneurinomen und Meningeomen beschäftigen noch bekannter werden“.