Die Vertreter des Clemenshospitals, der Fachklinik Hornheide und der Raphaelsklinik freuen sich über die Empfehlung der Prüfer.

Münsteraner Allianz gegen Krebs erfolgreich überprüft

[22.12.2014]

Gewissermaßen auf Herz und Nieren wurden die Tumorzentren von Clemenshospital, Fachklinik Hornheide und Raphaelsklinik geprüft. Die in den drei Kliniken angesiedelten zehn Zentren und acht weiteren Schwerpunkte haben sich Anfang 2013 zur „Münsteraner Allianz gegen Krebs“ (MAgKs) zusammengeschlossen. In diesem Zusammenschluss, dem einzigen in Deutschland, an dem mehr als ein Träger beteiligt ist, werden jährlich über 7000 Patienten mit Krebsneuerkrankungen behandelt.

Eine Krebserkrankung ist in vielen Fällen nicht auf ein Organ beschränkt, so treten zum Beispiel bei einer Hautkrebserkrankung in zehn Prozent der Fälle Metastasen in Lunge oder Leber auf. Daher kommen bei der Behandlung der Patienten oft mehrere spezialisierte Krebszentren zum Einsatz, enge Kommunikation und kurze Wege können dabei entscheidend zum Behandlungserfolg beitragen. Ob dies innerhalb der MAgKs so ist, wurde jetzt von zwei unabhängigen Experten im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft überprüft. Von der Station über den OP, die Endoskopie, die Apotheke bis zum Hol- und Bringedienst wurden alle Abläufe in den drei Kliniken durchleuchtet, Akten gesichtet, Mitarbeiter interviewt und Verfahrensweisen hinterfragt. Im Zentrum der Überprüfung standen die Netzwerkstrukturen und die Versorgungsqualität der Patienten.

„Die Prüfer waren besonders von der großen Zahl von Tumorkonferenzen beeindruckt, die oft auch als Videokonferenzen abgehalten werden“, berichtet Priv.-Doz. Dr. Jan Groetzner, Zentrumskoordinator der Allianz. In diesen regelmäßigen Treffen von Experten unterschiedlicher Fachgebiete wird jeder neue Fall innerhalb der MAgKs besprochen und die bestmögliche Vorgehensweise gemeinsam entwickelt. Am Ende der Überprüfung stand die Empfehlung, der „Münsteraner Allianz gegen Krebs“ das bestehende Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft „Zertifiziertes Onkologisches Zentrum“ zu verlängern. Eine Empfehlung, über die sich die Beteiligten in den drei Kliniken sehr freuen, „Dieses positive Ergebnis bestärkt uns in unserer Arbeit und motiviert alle, die sich in der Allianz für die Patienten engagieren!“, so Groetzner.

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