Taulant Haxhikadrija, Cecilia Rubio und Marieke Kroes (v.l.) spielten für die Organisation „Live Music Now“ in der Kapelle des Clemenshospitals.

Musikalische Abwechslung vom Klinikalltag

[26.03.2014]

Als der Geiger Yehudi Menuhin 1999 starb, hinterließ er nicht nur ein großartiges musikalisches Werk. Menuhin spielte während des zweiten Weltkriegs in Lazaretten, später für Überlebende der Konzentrationslager und trotz Strafandrohung durch das Apartheidregime auch für schwarze Südafrikaner. Für den Violinvirtuosen war klar, dass Musik heilende und tröstende Kraft hat. Aus dieser Überzeugung und seinem Engagement für die Förderung junger Musiker resultierte die Gründung der gemeinnützigen Organisation „Live Music Now“, die seit 2005 auch im Münsterland aktiv ist.

Angehende Berufsmusiker spielen, organisiert von der gemeinnützigen Organisation, in Altenheimen, Waisenhäusern, Gefängnissen, Hospizen oder in Krankenhäusern. Taulant Haxhikadrija (Klarinette), Cecilia Rubio (Violoncello) und Marieke Kroes (Akkordeon) gaben nun als Musiker von „Live Music Now“ in der Kapelle des Clemenshospitals ein Konzert für Patienten und Mitarbeiter. Auf dem Programm standen unter anderem Werke von Astor Piazzolla, Camille Saint-Säens und als Zugabe das Stück „Salut d’Amour“ von Edward Elgar. Marieke Kroes führte durch den Nachmittag. Zahlreiche Patienten, darunter auch viele Kinder, nutzten die willkommene musikalische Abwechslung vom Klinikalltag und besuchten das rund einstündige Konzert.