Schwester Lucia (M.) wurde im Clemenshospital offiziell in ihr Amt eingeführt (v. l.): Schwester Margret Trepmann (Generalassistentin), Hartmut Hagmann (Geschäftsführer), Pater Alfons Minas (kath. Seelsorger) und Hildegard Tönsing (Pflegedirektorin).

Ordensschwester Lucia verstärkt das Seelsorge-Team im Clemenshospital

[27.11.2015]

Schwester Lucia ist sicherlich nicht unbedingt das, was sich die Allgemeinheit unter einer Ordensschwester vorstellt. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Denn Lucia Dießel trägt keine Ordenstracht, nein vielmehr sieht man sie des Öfteren in Turnschuhen und Lauf-Outfit durch die Wälder joggen. Dass sie dabei gerne Kirchenlieder summt, ist nur ein kleines Indiz dafür, dass sie ganz besondere Eigenschaften in sich vereint. Seit dem 23. November verstärkt die Clemensschwester das Seelsorgeteam des Clemenshospitals als Pastoralreferentin und Krankenhausseelsorgerin. Am Donnerstagabend wurde sie offiziell im Rahmen einer Eucharistiefeier und einem Empfang eingeführt.

Die gebürtige Osnabrückerin hat Krankenpflege gelernt und kam auf der Suche nach einer Arbeitsstelle mehr durch Zufall ins Clemenshospital. Hier lernte sie die Clemensschwestern kennen, und trat kurz vor ihrem 23. Geburtstag dem Orden bei. 2004 machte sie zusätzlich eine Ausbildung zur Krankenhaus-Pastoralreferentin, und von 2010-2014 eine Weiterbildung „Analytische Psychologie und Seelsorge“. Die letzten acht Jahre war sie als Krankenhausseelsorgerin in Emsdetten tätig, wo auch die Mitarbeiter die Möglichkeit hatten, bei ihr an Exerzitien teilzunehmen. Nun freut sie sich auf die Arbeit an ihrer alten Wirkungsstätte.

Zum Joggen ist sie erst vor gut acht Jahren gekommen, und seitdem lässt es sie nicht mehr los. Mehrmals in der Woche zieht sie die Turnschuhe an. „Das Laufen bereichert meinen Ordensalltag und gibt mir Kraft für meine Aufgaben. Es ersetzt zwar nicht das tägliche Gebet, aber es schafft mir zusätzlichen Raum, um mich mit den vielen Fragen und Sorgen, die mir während meiner Arbeit anvertraut wurden, auseinander zu setzen“, sagt sie.  Sogar vor einem Marathon scheut sie sich nicht, und so stellt sie sich immer wieder gerne diesem Wettkampf. Mit einem befreundeten evangelischen Theologenehepaar gestaltet sie zudem schon seit etlichen Jahren den Gottesdienst vor dem Münster-Marathon.

Ihre Mitschwestern begrüßen ihre sportliche Aktivität, merken sie doch, dass Sr. Lucia das Laufen gut tut. Und sie ist auch nicht alleine mit ihrem Bewegungsdrang, einige andere Ordensschwestern haben bereits das Walken für sich entdeckt. Aktiv war Sr. Lucia schon immer, und so gehören auch Radfahren und Bergwandern zu ihren liebsten Freizeit- und Urlaubsaktivitäten. Es versteht sich von selbst, dass sie jeden Morgen mit dem Rad zur Arbeit kommt.

Im Clemenshospital bereichert sie nun das ökumenische Seelsorge-Team um Pater Alfons Minas und Pfarrer Arnt Menze. Die Geschäftsführung und Betriebsleitung wünschte Sr. Lucia bei ihrer offiziellen Einführung für ihre Aufgaben alles Gute und viel Erfolg.