Dr. Ottfried Debus, Chefarzt der Kinderklinik des Clemenshospitals
Stefan Kentrup, Geschäftsführer des Clemenshospitals
Dr. Bernhard Thülig, leitender Regierungsmedizinaldirektor bei der Bezirksregierung Münster
Bürgermeisterin Karin Reismann
Dr. Bernd Hoffmann, Leiter des Departments ZNS des Clemenshospitals
Prof. Dr. Heymut Omran, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Münster
Die Eröffnungsfeier fand in den Räumen der neuen Kinderintensiv Frührehabilitation statt
Die Veranstaltung wurde musikalisch durch die Söhne von Dr. Debus begleitet
Wera Röttgering (m.), Leiterin des Herzenswünsche e. V., gehörte zu den Gratulanten
Nur wenige Meter trennen die beiden Bereiche voneinander, dazwischen befindet sich der moderne Dienstplatz

Rehabilitation so früh wie möglich – Eröffnung der neuen neurologischen Kinder-Frührehabilitation

[08.05.2013]

Helle, moderne Räume in beruhigenden Farben, so stellt sich die neue kombinierte Station des Clemenshospitals zur Frührehabilitation und Intensivbetreuung von Kindern mit schweren Schädigungen des zentralen Nervensystems dar. Während eines Festaktes am 8. Mai wurde die Station offiziell eröffnet.

Nur rund drei Meter liegen die beiden parallelen Flure voneinander entfernt, auf der einen Seite die Kinderintensivstation und auf der gegenüberliegenden die Frührehabilitation, eine derart enge Verzahnung findet sich zumindest in der Region kein zweites Mal, da sind sich die Verantwortlichen sicher. „Bislang mussten Kinder mit derart schweren Schädigungen bis nach Kassel oder Hamburg verlegt werden. Ein leidvolles Thema, gerade für die Eltern und risikoarm ist ein solcher Transport auch nicht unbedingt“ freut sich Prof. Dr. Heymut Omran, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Münster über die neuen Möglichkeiten direkt vor seiner Haustür.

Die Ursachen für derart schwere Schädigungen können sehr unterschiedlich sein, erläutert der Chefarzt der Kinderklinik des Clemenshospitals, Dr. Otfried Debus. Infektionen, Sauerstoffmangel unter der Geburt, Schlaganfälle, Unfälle oder Schütteltraumen können dem kleinen Kopf arg zusetzen, „dann ist es von zentraler Bedeutung, mit der Rehabilitation so früh wie möglich anzufangen“ berichtet Debus. Bereits seit vier Jahren findet im Clemenshospital die Frührehabilitation von Kindern statt. Die Erfahrungen aus dieser Zeit flossen in die Planung der neuen Station ein. Der Geschäftsführer des Clemenshospitals, Stefan Kentrup, hob hervor, dass alle Mitarbeiter der Klinik auch während der Baumaßnahmen die Versorgung der kleinen Patienten auf gleichbleibend hohem Niveau fortgesetzt hätten. Dr. Bernhard Thülig von der Bezirksregierung lobte das Engagement des Clemenshospitals: „Wenn man bedenkt, welche verheerenden Folgen es haben kann, wenn Kinder einen neurologischen Schaden erleiden, wird mir klar, welche relevanten Aufgaben diese Klinik mit der neuen Station übernommen hat!“

Dr. Bernd Hoffmann, Departmentleiter der neurologisch-neurotraumatologischen Frührehabilitation am Clemenshospital, verweist auf die Erfolge der frühzeitigen Förderung „Wir erzielen wesentlich bessere Ergebnisse als wir es uns vorher je erträumt hätten!“