Präsentieren das neue mobile Röntgengerät des Clemenshospitals (v. l.): Karlheinz Karthaus, Prof. Dr. Arnt-René Fischedick, Sibylle Bonse und Heinrich Blysz. Dietmar Morsell nimmt die Rolle des Patienten ein.

Röntgenabteilung auf Rädern

[25.10.2012]

Ausgestattet mit modernster Technik wie eine große Röntgenanlage ist das neue mobile Röntgengerät des Clemenshospitals und „trotzdem schiebt es sich wie ein leerer Einkaufswagen“, schwärmt der Leiter der Medizintechnik, Dietmar Morsell. Sensoren erkennen, in welche Richtung das Gerät geschoben wird und aktivieren entsprechend die Elektromotoren.

Das Hightech-Gerät hat aber noch weitere Qualitäten, die es zur Röntgenabteilung auf Rädern werden lässt, wie Karlheinz Karthaus und Heinrich Blysz von der Herstellerfirma Carestream sagen. Gerade schwerkranke Patienten auf der Intensivstation können oft nicht gefahrlos zur Röntgenabteilung gebracht werden, hier kommen mobile Geräte zum Einsatz. Das Problem: Der Röntgenarzt ist während der Untersuchung oft nicht anwesend, die Aufnahmen müssen erst zu ihm gebracht werden. Das neue Röntgengerät des Clemenshospitals speist die Bilder sofort in das WLAN-Netz der Klinik ein, die Aufnahmen können dann von jedem Computer im Haus abgerufen werden. In umgekehrter Richtung empfängt das Gerät alle Röntgenbilder, die bereits von dem Patienten aufgenommen wurden, zusammen mit den dazugehörigen technischen Aufnahmedaten. „Fehlbelichtungen oder gar das Verwechseln von Patienten sind somit nahezu ausgeschlossen, die Strahlenbelastung für den Patienten wird ebenfalls deutlich reduziert“, freut sich der Chefarzt der Klinik für Radiologie und Strahlentherapie des Clemenshospitals, Prof. Dr. Arnt-René Fischedick.

Das mobile Röntgengerät mit dem Namen DRX-Revolution liefert gleichzeitig mehrere Auflösungen, so können feine Strukturen wie zum Beispiel Katheter in den Blutgefäßen wesentlich besser dargestellt werden. Das Gerät wurde in den USA zusammen mit medizinisch-technischen Radiologieassistentinnen (MTAR) gestaltet, „die Säule mit dem Röntgenkopf kann zum Transport automatisch versenkt werden, so ist auch eine Fahrstuhlfahrt kein Problem“, berichtet die leitende MTAR des Clemenshospitals, Sibylle Bonse, aus der Praxis.