Gerrit Willamowski, Dr. Dirk Wetterkamp, Martin Wolke und die hygienebeauftragte Krankenschwester Heike Pennekamp (v. l.) freuen sich über die Auszeichnung durch die Aktion „Saubere Hände“.

Saubere Hände im Clemenshospital

[24.07.2013]

„Das Thema Hygiene ist in den letzten Jahren in den Krankenhäusern immer wichtiger geworden“, erklärt Martin Wolke, der im münsterschen Clemenshospital als Fachkrankenpfleger für Krankenhaushygiene arbeitet. Seit über 150 Jahren wisse man, so Wolke, dass die Händedesinfektion die einfachste Methode ist, um die Übertragung von Keimen zu vermeiden und die Patienten vor gefährlichen Infektionen zu schützen. Die hartnäckigsten Gegner beim Kampf gegen die Erreger heißen Routine und Zeitdruck, schnell wird der Druck auf den Desinfektionsspender vergessen oder „eingespart“. Ein Spareffekt, der teuer werden kann, da sind sich Hygieneexperten und Klinikleitung einig: „Wir müssen bei vielen Dingen sparen, beim Händedesinfektionsmittel aber sicher nicht“ sagt der stellvertretende Verwaltungsdirektor, Gerrit Willamowski.

2008 wurde die bundesweite Aktion „Saubere Hände“ ins Leben gerufen, an der sich 815 Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie ambulante Einrichtungen beteiligen. Von Anfang an ist das Clemenshospital mit dabei. Um zu überprüfen, wie ernst es die Mitarbeiter mit der Desinfektion nehmen, wird in den Einrichtungen der Verbrauch an Desinfektionsmittel pro Station ermittelt. So weiß man, wie oft sich die Mitarbeiter im Schnitt auf jeder Station pro Patient die Hände desinfizieren. „Diese Zahlen sind im Intranet für jeden zu sehen und man kann seine eigene Station mit den anderen vergleichen“, erläutert Dr. Dirk Wetterkamp, hygienebeauftragter Arzt am Clemenshospital. Ein gewisser sportlicher Ehrgeiz sei hierbei durchaus erwünscht.

Im bundesweiten Vergleich bewegt sich die Klinik am Düesbergweg konstant im oberen Viertel, wie Wolke berichtet. Jährliche Schulungen und Aktionstage, regelmäßige Begehungen auf den Stationen und zahllose Gespräche mit den Mitarbeitern zeigten deutliche Erfolge: Der Verbrauch an Händedesinfektionsmittel ist kontinuierlich gestiegen.

Vor zwei Jahren erhielt das Clemenshospital hierfür die silberne Auszeichnung der Aktion „Saubere Hände“, vor wenigen Tagen kam dann mit der Post die goldene Urkunde ins Haus geflattert. Erst neun Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen haben bislang diese Auszeichnung erhalten, die nächsten stehen in Warendorf und Arnsberg. „Wir freuen uns natürlich sehr über diese Bestätigung unserer Arbeit, wollen unsere Bemühungen aber trotzdem ständig weiter ausbauen“ sagt Martin Wolke.