Martin Wolke, die hygienebeauftragte Ärztin Dr. Carolin Dame und Claudia Nonnhoff als Hygienefachkraft in der Weiterbildung (v.l.) demonstrieren die Funktion der „Blue Box“.
Der Abklatschtest macht’s deutlich: Die linke Schale zeigt die Keime, die auf einer nicht desinfizierten Hand gefunden wurden. Die rechte Schale ist keimfrei, sie stammt von einer desinfizierten Hand.
Im Schwarzlicht offenbart sich, wie gut die Hände desinfiziert wurden.

"Saubere Hände" schützen die Patienten

[22.05.2014]

Die Hände schimmern fleckig im Schwarzlicht, helle und dunkle Bereiche wechseln sich ab, gesund sieht das nicht aus. Ist es auch nicht, in der „Blue Box“ zeigt sich, wie gut die Hände desinfiziert wurden. Zum Einsatz kam der unscheinbare Kasten mit seinem aufschlussreichen Innenleben während des diesjährigen Aktionstages „Saubere Hände“ im Clemenshospital. Inzwischen ist dies die fünfte Veranstaltung dieser Art in der Klinik am Düesbergweg.

Was ursprünglich als Informationsmöglichkeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Leben gerufen wurde, zielte erstmals auch auf die Fragen der Patienten und Angehörigen ab. „Die Bevölkerung ist zunehmend sensibilisiert, was die Hygiene im Krankenhaus anbelangt“, erläutert Martin Wolke, Hygienefachkraft im Clemenshospital. So konnten sich die Besucher zum Beispiel auf Schautafeln über die Verbrauchszahlen von Handdesinfektionsmitteln informieren. Diese sind in den letzten Jahren stetig gestiegen, für die Hygieneexperten der Klinik ist dies ein Hinweis darauf, dass sich die Mitarbeiter immer konsequenter die Hände desinfizieren. „Vor und nach dem Patientenkontakt, vor keimfreien Tätigkeiten, nach dem Umgang mit eventuell keimbehafteten Materialien und auch nach dem Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung wie beim Aufschütteln der Bettdecke oder auch nur nach dem Abräumen eines Trinkglases müssen die Hände desinfiziert werden“, erklärt Wolke. Eine Krankenschwester kann auf diese Weise pro Arbeitstag auf bis zu 100 Handdesinfektionen kommen.

Die Aktion „Saubere Hände“ wurde 2008 von Nationalen Referenzzentrum, dem Aktionsbündnis Patientensicherheit und der Gesellschaft für Qualitätsmanagement als bundesweite Kampagne ins Leben gerufen. Inzwischen nehmen 868 Kliniken daran teil, 42 haben als höchste Auszeichnung das Goldzertifikat erreicht, eines davon hängt im Clemenshospital. „Wir dürfen uns auf diesem Erfolg nicht ausruhen sondern müssen ständig dranbleiben, um in Schulungen und Gesprächen mit den Mitarbeitern diesen Standard zu halten“, sagt Wolke.