Farbige Akzente weisen den Weg auf dem Flur.
Jedes Bett hat einen eigenen Fernseher, Radio, Telefon und Rufanlage.

Warme Farben und große Bäder überzeugen im neuen Bettenhaus

[14.10.2011]

Werner Schultes Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Beim Blick in sein neues Patientenzimmer schwärmt er: „So habe ich mir das vorgestellt, endlich nicht mehr so steril weiß!“ Der 70-Jährige ist der erste Patient, der am Donnerstag in den neuen Anbau des Clemenshospitals ziehen durfte.

Die Stationsleitung Dorothee Edelbrock begleitet ihren Patienten beim Umzug vom alten in den neuen Bereich. Werner Schulte ist schon sehr gespannt. Viermal war er bereits im Clemenshospital, jetzt liegt er seit zwei Wochen mit einem Wirbelsäulenleiden hier. Die Zimmer kennt er inzwischen alle sehr gut. Sein größtes Anliegen: „Mehr Farbe und ein eigenes Badezimmer.“ Noch weiß er nicht, dass sein Wunsch in Erfüllung gehen wird.

Barrierefreies Badezimmer

Mit seinem Rollator geht der Rentner selbst in sein neues Zimmer. „Das ist aber schön geworden“, platzt es aus ihm heraus. Während Schwester Dorothee sein Bett macht, will Beate Mens, Assistentin der Pflegedirektion, Schulte die Rufanlage erklären. Doch der begutachtet erstmal das Badezimmer. „Ein Haltegriff am Toilettensitz, das ist praktisch. Dann verrenkt man sich nicht mehr so“, sagt der 70-Jährige, und freut sich über die barrierefreie Nasszelle mit separater Dusche auf jedem Zimmer. „Das Holz an den Wänden und die Farben auf dem Flur, das gefällt mir“, ergänzt er. Da scheinen der eigene Fernseher mit Radio und Telefon an jedem Bett, die gemütliche Sitzecke mit roten Ledersitzen und der geräumige Schrank mit eigenem Farbsystem fast nebensächlich.

Farbleitsystem

Acht Monate haben die Arbeiten am Anbau des Bettenhauses gedauert. Auf jeder Station wurde mit einer anderen Farbe zur Akzentuierung gearbeitet. So finden sich zum Beispiel lindgrüne Balken an den Wänden oder leuchtend rote Hervorhebungen der Türschilder. Bei der Farbauswahl wurden zudem Demenz-Gesichtspunkte berücksichtigt. Denn angesichts der Tatsache, dass immer mehr ältere Menschen ins Krankenhaus kommen werden, spielt das Thema Demenz eine große Rolle im Clemenshospital. Klare Strukturen und eindeutige Farben sind wichtig, um sich zu orientieren und sich wohl zu fühlen.

„In den kommenden Monaten wird das alte Bettenhaus komplett saniert“, weiß der Technische Leiter Sven Kabisch. Die in den bisherigen Zimmern untergebrachten Patienten kommen daher jetzt in den Genuss der neuen Räumlichkeiten. Und wenn alles fertig ist, erstrahlt das komplette Bettenhaus West in neuem Glanz.


Werner Schulte fühlt sich wohl im neuen Zimmer. Begrüßt wurde
er dort von (v. l.) Dorothee Edelbrock, Sven Kabisch und Beate Mens.