Cavernome

Cavernome (= Knäuel von erweiterten, krankhaften Gefäßen, die von sehr kleinen Arterien gespeist werden. Diese sind gleichermaßen von Gehirngewebe umgeben und können im Verlauf der Zeit verkalken).

Cavernome können wenige Millimeter klein oder auch mehrere Zentimeter groß werden, neigen zu Verkalkungen und treten einzeln, selten auch in der Mehrzahl an verschiedenen Stellen des Zentralnervensystems auf. Oft wird auch hier die Diagnose erst im Rahmen einer Blutung gestellt, häufiger bestehen auch epileptische Anfälle als Leitsymptom, Zufallsdiagnosen sind nicht selten.

Cavernom im Bereich des Uncus linksseitig, der gelbe Pfeil zeigt auf das Cavernom, der rote Pfeil auf den unmittelbar benachbarten Hauptstamm der Arteria cerebri media (= mittlere Hirnarterie).

 

Zustand nach mikrochirurgischer Entfernung.

Bei symptomatischen Cavernomen besteht zumeist eine OP-Indikation, alternativ kann in wenigen Einzelfällen eine Bestrahlung sinnvoll sein. Da die Befunde oft eher klein sind und/oder eloquente Areale betreffen, ist die Verwendung eines Navigationssystems obligatorisch. In Abhängigkeit von Größe und Lokalisation kann bei asymptomatischen Cavernomen mitunter auch abgewartet werden (= „wait and scan“).