Subarachnoidalblutung

Aneurysmen werden in der Regel diagnostiziert, wenn durch diese als schwerste Komplikation eine Subarachnoidalblutung (SAB) entstanden ist. Selten werden diese erkannt durch das Auftreten von Lokalsymptomen (z. B. Lähmung des III. Hirnnerven, epileptische Anfälle) oder auch als Zufallsdiagnose bei der Suche nach anderen Krankheitsbildern (z. B. Abklärung von Kopfschmerzen).

Die SAB stellt auch heute noch ein schweres, lebensbedrohliches Krankheitsbild dar, wobei in den letzten Jahren durch die Fortschritte von Mikrochirurgie, Intensivmedizin und Neurorehabilitation die Behandlungsergebnisse deutlich verbessert werden konnten.

Für die chirurgische Versorgung existieren heute 2 Behandlungsmöglichkeiten:

  • Die mikrochirurgische Operation, in der Regel mit dem Ziel verbunden, das Aneurysma durch einen Clip (kleine Klammer) aus der Zirkulation auszuschalten und damit das Risiko einer erneuten Blutung zuverlässig zu unterbinden.

 


Computertomogramm (CT) einer SAB mit Einblutung der basalen Cisternen (Hirnwasserräume an der Schädelbasis).

 


Aneurysma der Arteria communicans posterior.


Zustand nach Ausschalten des Aneurysma mittels Clip.

 

  •   Die Embolisation mit sog. „Coils“ (kleine Spiralen, die durch das Gefäßsystem, gewissermaßen „von innen“, im Aneurysma platziert werden, um dieses zu verschließen)
  • Beide Verfahren bieten in Abhängigkeit von der Schwere der Blutung, der Lokalisation des Aneurysma sowie dem klinischen Befund des Patienten Vor – und Nachteile, so dass wir in jedem Einzelfall zwischen den erfahrensten Ärzten interdisziplinär über das für den Patienten beste Konzept entscheiden. Da eine mikrochirurgische Operation technisch schwierig ist, eine Versorgung innerhalb von 72 Stunden (sog. „Frühoperation“) angestrebt wird und die Patienten in der Regel zum Zeitpunkt der OP in einem schwerst kranken Zustand sind, werden diese Operationen bei uns ausschließlich entweder von der Teamleitung (Fr. Prof. Dr. med. U. Schick oder Dr. med. B. Hoffmann) oder Herrn Oberarzt Daabak durchgeführt zur Sicherung einer hohen Versorgungsqualität für die Patienten und Verlässlichkeit für unsere Zuweiser.

    Die Embolisation wird gleichermaßen bei uns im Hause durchgeführt, verantwortlich dafür ist PD Dr. med. W. Weber (Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin, Klinikum Vest, Recklinghausen) in Kooperation mit der Klinik für Radiologie des Clemenshospitals, der langjährig über eine hohe Expertise auf diesem Gebiet der interventionellen Radiologie verfügt und sämtliche dafür erforderlichen Techniken zuverlässig beherrscht.

Aneurysma der A. cerebri media links, vor Embolisation ( roter Pfeil = Aneurysma)
Aneurysma der A. cerebri media links, nach erfolgreicher Embolisation ( roter Pfeil = Aneurysma, gefüllt mit Platincoils)