Logopädie

Aufgaben der Logopädie sind die Befundung und Behandlung neurogener Kommunikationsstörungen (Sprach-, Sprech-, Stimmstörungen) und Schluckstörungen. Gesichtslähmungen, durch die Sprech- und Schluckqualität maßgeblich beeinträchtigt sein können, werden ebenfalls logopädisch behandelt.

Ausgangspunkt ist eine umfassende Diagnostik des in der frühen Remissionsphase vielschichtigen Störungsbildes zur Festsetzung individueller Therapieschwerpunkte.

I. Übergeordnete Behandlungsziele

Erreichen bestmöglicher

  • alltagspragmatischer Kommunikationsfähigkeit
  • Schluckleistungen zur Entwöhnung von der Trachealkanüle u. / o. zur Ermöglichung (weitgehend) uneingeschränkten Essens und Trinkens

II. Behandlungsmaßnahmen in der Frührehabilitation

  1. Sprachtherapie

Spezifische Formen sprachlicher Aktivierung bei Patienten mit

  • Bewusstseins- und Wahrnehmungsbeeinträchtigungen
  • Aphasie
  • Kognitiver Dysphasie

2.      Sprech- und Stimmtherapie

  • spezifisches Wahrnehmungs- und Funktionstraining bei Patienten mit Dysarthrie, Gesichtslähmungen, Dysphonie (Stimmstörung) zur Verbesserung sprechmotorischer Funktionen
  • Anbahnung und Unterstützung der Initiierung und des willkürlichen Abrufs von Sprechbewegungen bzw. der Sprechbewegungskontrolle bei Patienten mit Sprechapraxie

Bei schweren Kommunikationsstörungen werden Kompensationsstrategien und alternative Kommunikationswege geprüft und ggf. angebahnt.

3.    Schlucktherapie

  • Funktionstherapie zur Wiederherstellung der Schluckleistungen; ggf. Training kompensatorischen Schluckverhaltens u./o. Versorgung mit Hilfsmitteln zur Erleichterung der Nahrungs- / Flüssigkeitsaufnahme
  • Empfehlung und Begleitung von bronchoskopischer/ radiologischer Diagnostik, Trachealkanülenwechseln und Dekanülierungen
  • Festsetzen des der jeweiligen Schluckstörung angemessenen Diätplans

Einbezug der Angehörigen in den Prozess des Kostaufbaus.