Pflege

Im Mittelpunkt unseres pflegerischen Handelns stehen die uns anvertrauten Menschen in ihrer gesamten Vielschichtigkeit. Wir beachten, respektieren und unterstützen die individuelle Persönlichkeit der einzelnen Patienten. Neben ihrer Erkrankung wird die soziale, kulturelle und religiöse Identität in die Pflege einbezogen.

Die Betreuung der Patienten wird durch eine Vielzahl unterschiedlicher Berufsgruppen gesichert. Aufgrund ihres engen, fortlaufenden Kontaktes zu den Patienten und ihren Angehörigen, sowie der dadurch gewonnenen Informationen, stellen die Pflegenden einen elementaren Teil des Behandlungsteams dar.

Wir betreuen die Patienten nach den neuesten pflegerischen und medizinischen Erkenntnissen und Methoden in der Organisationsform der Bezugspflege. Die Bezugspflege verstehen wir als Beziehung von Mensch zu Mensch.

Um der Individualität der Patienten gerecht zu werden, konzentrieren sich die Pflegenden auf die Erfassung der Bedürfnisse der Patienten und deren Angehörigen. Darüber hinaus ist die Einbeziehung des sozialen Umfeldes des Patienten ein wesentlicher Bestandteil der professionellen Pflege.

Die Pflegenden planen die notwendigen Pflegemaßnahmen mit dem Ziel einer ganzheitlichen Patientenbetreuung und der Erhaltung und Förderung der Selbständigkeit des Patienten.

Im Sinne einer aktivierenden und rehabilitierenden Pflege erhalten die Patienten Unterstützung und Hilfe bei allen Lebensaktivitäten (Nancy Roper) bzw. Aktivitäten des täglichen Lebens (Liliane Juchli), die professionell dokumentiert und evaluiert werden. Wir integrieren moderne Pflegekonzepte wie die Basale Stimulation und Kinästhetik in unsere Arbeit.

Was unterscheidet unsere Pflege von der auf anderen Stationen?

Neben den intensivpflegerischen Maßnahmen und der allgemeinen und speziellen Pflege, besteht der wesentliche Teil unserer Arbeit in der aktivierenden Pflege.

Das bedeutet, dass wir unseren Patienten bei allen unseren Tätigkeiten ein an ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasstes Maß an Sinnesreizen anbieten. Solche Sinnesreize können Bewegungen, das aufrechte Sitzen, Berührungen, das Gefühl von vertrauter Kleidung auf der Haut, Gerüche, Bilder, der Kontakt zu Angehörigen und vieles mehr sein.

Über diese Stimulation, die immer auch in Verbindung mit dem Einüben ganz alltäglicher Verrichtungen (z. B. Bewegung, Körperpflege, Essen und Trinken) geschieht, werden die Rückbildung von Defiziten und/oder die Wiederherstellung von Fähigkeiten erreicht.

Dabei ist die Zielsetzung unseres pflegerischen Handelns immer in ein globales Gesamtkonzept eingebettet, das für jeden Patienten individuell durch alle beteiligten Berufsgruppen (Ärzte, Pflegende, Therapeuten) erarbeitet wird.