Atmung und Schlucken

Atmung

Patienten, die von der Intensivstation übernommen werden, sind dort häufig über einen langen Zeitraum maschinell beatmet worden. Oftmals sind sie auch weiterhin auf atemunterstützende Maßnahmen angewiesen. Das Ziel der ersten Behandlungsphase besteht daher in der Entwöhnung von z. B. der

  • apparativen Atemtherapie zur Erleichterung der Sauerstoffaufnahme/des Abhustens von Sekret (CPAP)
  • Sauerstoffgabe
  • Anfeuchtung der Atemluft

durch wiedererlangte Fähigkeit zur eigenständigen, produktiven Lungenbelüftung und -reinigung.

Passive und aktive Atemtherapie wird interdisziplinär mit fachspezifischen Schwerpunkten angeboten. Beteiligte Fachdisziplinen sind:

Schlucken

In der Frührehabilitation werden Patienten mit neurogenen Schluckstörungen unterschiedlichen Schweregrades behandelt. Ein Drittel der auf dieser Station verfügbaren Betten ist für Patienten vorgesehen, die auf eine Trachealkanüle angewiesen sind. Trachealkanülen dienen Patienten mit schweren Schluckstörungen zum Schutz vor dem Eindringen von Speichel und Rachensekret in die tiefen Atemwege (Bronchien / Lunge). Logopädie und Ergotherapie verfolgen gemeinsam das Ziel des zuverlässigen Speichel-/ Sekretschluckens und damit der Dekanülierung.

Mit der funktionellen Verbesserung der Schluckleistung wird in Kooperation mit der Pflege das weitere Ziel des schrittweisen Kostaufbaus (der Oralisierung) und damit der Vermeidung oder Entwöhnung von Sondenernährung verfolgt. Strenge Diätpläne, in denen die Auswahl geeigneter Konsistenzen festgelegt wird, gewährleisten einen der jeweiligen Schluckstörung angemessenen Schutz des Patienten. Für Angehörige besteht das Angebot, unter Anleitung von Therapie und Pflege den Oralisierungsprozess zu begleiten. Als apparative Diagnostiken werden bronchoskopische u./o. radiologische Schluckkontrollen durchgeführt.