Motorische Funktionen und Aktivitäten

Alle Muskelbewegungen des Körpers werden direkt oder indirekt vom Gehirn gesteuert. Hirnschädigungen führen daher sehr häufig zu Störungen der Haltungs- und Bewegungskontrolle, entweder in Form schlaffer Lähmungen, spastischer Tonuserhöhungen der Muskulatur, fehlender Ansteuerung von Muskelaktivität oder Störungen der Bewegungskoordination.

Das Erlernen motorischer Funktionen wird schon in der frühsten Remissionsphase durch geführte aktivierende Lageveränderungen im Bett und Bewegungsübergänge zum Sitz und Stand gefördert. Hierbei bilden die motorischen Ressourcen, welche der Patient bietet, den Grundstein der therapeutischen Maßnahmen. Um die Fähigkeiten des Patienten optimal und strukturiert zu fördern, arbeiten alle am Behandlungsprozess beteiligten nach einheitlichen Konzepten (Basale Stimulation, Bobath, Kinästhetik). Die Therapie erfolgt mit 2 Therapeuten, um eine frühst mögliche Mobilisation zu ermöglichen.

In der weiteren Behandlung von Patienten mit abgrenzbaren sensomotorischen Störungsbildern wird in allen Berufsgruppen zur optimalen Förderung des motorischen Lernens spezifisch, alltagsnah, zielorientiert und wiederholend gearbeitet.

Die motorische Aktivierung wird interdisziplinär mit fachspezifischen Schwerpunkten durchgeführt: