Sprache, Interaktion, Kommunikation

Mit Verbesserung der Bewusstseins- und Wahrnehmungslage der Patienten lassen sich Art und Ausmaß von Kommunikationsstörungen im Verlauf beurteilen.

Bei noch nicht sicher, basal und/oder wechselhaft kontaktfähigen Patienten in der frühen Remissionsphase wird mit Methoden der frühen sprachlichen Aktivierung (FSA) ein Interaktions- und Kommunikationsverhalten angebahnt und das Sprachsystem beginnend stimuliert.

Im weiteren Verlauf erfolgt bei ausreichender Aufmerksamkeit des Patienten die differentialdiagnostische Erfassung verschiedener Sprach- und Sprechstörungen, wie z. B.

Aphasie: Das Sprachsystem ist modalitätenübergreifend betroffen, d.h. Sprachverständnis, Lesen, Schreiben und Sprechen sind gestört.

Kognitive Dysphasie: Primär betroffen sind kognitive Leistungsebenen wie Exekutivfunktionen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis, die sekundär Kommunikationsstörungen bedingen.

Dysarthrie: Die Steuerung und Ausführung von Sprechbewegungen sind beeinträchtigt. Es liegt eine Verlangsamung, Schwäche, Dyskoordination oder Tonusveränderung der Sprechmuskulatur vor. Zum Sprechbewegungsapparat gehören Atem-/Kehlkopfmuskulatur und die Muskulatur des Mund-/Rachenraumes.

Sprechapraxie: Es liegt eine Beeinträchtigung der sprechmotorischen Programmierung vor. Die willentliche Umsetzung sprechmotorischer Bewegungsmuster ist gestört.

Beeinträchtigungen in der Kommunikation treten meist als Mischformen verschiedener Grundstörungen auf. Ihre Behandlung erfolgt mit jeweils fachspezifischem Zugang durch die Fachdisziplinen der