Arachnoidalzysten

Arachnoidalzysten sind angeborene Kammern in den Hirnhäuten und bedürfen nur selten einer Operation. Meist handelt es sich dabei nicht um Zysten, das heißt flüssigkeitsgefüllte Hohlräume, sondern um nicht angelegte Hirnanteile, seit der Geburt so bestehend, welche als Zufallsbefunde diagnostiziert werden. Eine Operationsindikation besteht nur, wenn eine Ventilfunktion besteht, das heißt, dass Hirnwasser in die Zyste eintritt, aber nicht austritt und es dadurch bedingt zu einem erhöhten intracraniellen Druck kommt.

Behandlungsmöglichkeiten:

  1. Bei der Operation wird nach Eröffnung des Schädels die Zyste nach basal gefenstert und gewinnt somit Anschluss an die normale Liquorzirkulation.
  2. Eine Drainage der Zyste ist auch über einen Katheter möglich. Es wird ein Loch in den Schädel gebohrt, ein Katheter in die Zyste eingelegt und dieser mit einem Schlauchsystem verbunden, der die Zystenflüssigkeit ableitet. Dies kann in die normalen Liquorräume im Schädel führen oder aber durch ein längeres Schlauchsystem bis in den Bauchraum hinein unter Zwischenschaltung eines Ventils zur Druckregulierung.
  3. Eine weitere Möglichkeit ist die Katheteranlage von der Zyste in den Ventrikel ohne Zwischenschaltung eines Ventils.
MRT Schädel:
Arachnoidalzyste hintere Schädelgrube
MRT Schädel:
Arachnoidalzyste links temporal