Myelographie

Die Untersuchung erfolgt, wenn eine Kernspintomographie nicht durchführbar ist, nicht aussagekräftig genug ist oder knöcherne bzw. kalkreiche Strukturen den Spinalkanal einengen.

Für die Untersuchung sollte der Patient möglichst nüchtern sein, 48 Stunden vorher und nachher keine Antidepressiva oder Neuroleptika zu sich nehmen und keine Magen-Darm-Diagnostik mit Kontrastmittel  zur Vermeidung von Überlagerungen vorausgegangen sein.

Nach der Aufklärung durch den Untersucher und Ausschluss von Kontraindikationen (Kontrastmittelallergien, schwere Gerinnungsstörungen, Schilddrüsenüberfunktion oder erhöhtem intrakraniellem Druck) erfolgt die Punktion des Wirbelkanals im Bereich der Lendenwirbelsäule in Seiten- oder Bauchlage. Nach Ablassen von etwas Nervenwasser wird Kontrastmittel unter Durchleuchtungskontrolle injiziert. Nach Entfernung der Punktionsnadel steriler Wundverband.

Nach entsprechender Lagerung des Patienten zur guten Verteilung des Kontrastmittels: Dokumentation in Bauchlage, Schräg- und Seitprojektion.

Innerhalb der anschließenden Stunde empfiehlt sich die Durchführung einer zusätzlichen Computertomographie zur optimalen Befundbeurteilung.

Nach Abschluss der Untersuchung gilt eine absolute Bettruhe von sechs Stunden und eine eingeschränkte Bettruhe zur Vermeidung von Nebenwirkungen (Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen)