Ambulante Operationen

Bei vielen Operationen ist eine stationäre Behandlung im Clemenshospital nicht erforderlich. So können beispielsweise Eingriffe an der Hand oder Arthroskopien oft ambulant durchgeführt werden (siehe unten). Die Patienten können wenige Stunden nach der Operation entlassen werden. Wichtig ist, dass seitens der Patienten keine Risikofaktoren (z. B. Herzschwäche) vorliegen, und dass die häusliche Betreuung nach der ambulanten Operation gewährleistet ist. Hier arbeitet die Klinik eng mit den Hausärzten bzw. niedergelassenen Fachärzten zusammen.

Mit den technischen und baulichen Voraussetzungen, die das im Jahr 2003 fertiggestellte MedicalCenter am Clemenshospital mit seinem Operationszentrum bietet, kann ein Großteil der operativen Maßnahmen im ambulanten Rahmen durchgeführt werden. Dies trägt nicht nur den veränderten gesetzlichen Bestimmungen Rechnung (§ 115b SGB V), sondern kommt auch den Behandlungswünschen vieler Patienten entgegen. Die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin (mit Zentrum für ambulante Hand-, Fuß- und Arthroskopische Chirurgie) führt  sehr viele ambulante Operationen im MedicalCenter am Clemenshospital durch. Das MedicalCenter befindet sich auf dem Grundstück unseres Krankenhauses und ist ein Ärztehaus mit modern eingerichteten Operationsräumen. Die direkte Anbindung an das Clemenshospital vereinfacht die Abläufe und gewährleistet eine hohe Sicherheit für unsere Patienten.

Das MedicalCenter am Clemenshospital.

Die von uns operierten Patienten erleben den kurzen Aufenthalt in den modernen Räumlichkeiten als sehr angenehm, was u. a. durch eine schriftliche Beurteilung seitens der Patienten dokumentiert wird. Mit den zuweisenden und mit behandelnden Ärzten besteht eine sehr gute Zusammenarbeit mit Austausch aller wichtigen Informationen. Auf diese Weise wird eine adäquate Nachbehandlung im Interesse der gemeinsamen Patienten sicher gestellt.

Das ambulante Operationsspektrum der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin (mit Zentrum für ambulante Hand-, Fuß- und Arthroskopische Chirurgie) umfasst eine Vielzahl von Eingriffen des Fachgebietes, und zwar:

  • Unfallchirurgie, z. B. Kahnbeinbruch der Hand, Mittelhand- und Fingerfrakturen, Metallentfernung nach Frakturversorgung.
  • Hand- und Mikrochirurgie, z. B. Nerveneinengungen wie das Karpaltunnelsyndrom, Dupuytren-Kontraktur, Arthrose, schnellender Finger (Schnappfinger), Ganglion (Überbein), angeborene Fehlbildungen der Hand, Rheuma
  • Fußchirurgie, z. B. Hallux valgus (schmerzhafter Ballen), Hammer- und Krallenzehen, Fersensporn
  • Minimal-invasive Chirurgie, Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) und arthroskopische Operationen des Kniegelenks, des Sprunggelenks, der Schulter, des Ellenbogengelenks und des Handgelenks (z. B. Kreuzbandplastik, Meniskus- und Knorpelchirurgie, endoskopische subacromiale Dekompression der Schulter, Bankart-Operation)
  • Sehnenchirurgie, z. B. Riss der Achillessehne, Achillessehnenschäden oder Sehnenverletzungen der Hand und der Schulter (Supraspinatussehne)
  • Sportorthopädische Operationen, z. B. Bandverletzungen des Sprunggelenkes, Epicondylitis humeri radialis (Tennisellenbogen), Epicondylitis humeri ulnaris (Golferellenbogen)

Der Kahnbeinbruch der Hand wird oft ambulant operiert (Verschraubung).

Operation des Tennisellenbogens

Prof. Dr. Horst Rieger ist Mitherausgeber des Standardwerkes „Ambulante Chirurgie - Lehrbuch und Atlas für das ambulante Operieren“, erschienen im Deutschen Ärzte-Verlag (Neuauflage 2010).

Weitere Informationen zum ambulanten Operieren und zum ambulanten Operationszentrum erhalten Sie über das Sekretariat von Prof. Rieger (Telefon 0251.976-2391) und im Internet: http://www.ambulantes-op-zentrum-muenster.de/