Fußchirurgie, fußchirurgisches Zentrum am Clemenshospital

„Ein schöner Fuß ist ein großes Geschenk der Natur.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Erkrankungen des Fußes und des Sprunggelenks sind weit verbreitet (z. B. Hallux valgus, eingewachsener Zehennagel, Arthrose, Achillessehnenschäden, Hammerzehen, Tarsaltunnelsyndrom, Syndaktylie, Metatarsalgie) und stellen für viele Menschen eine erhebliche Beeinträchtigung des täglichen Lebens dar. Schmerzen beim Gehen oder bei längerer Belastung, oft auch in Ruhe, führen zu Behinderungen in der Mobilität und zum sozialen Rückzug. Bei der Wahl der Schuhe muss immer ein Kompromiss getroffen werden zwischen den individuellen Ansprüchen an die Ästhetik und den Erfordernissen der „kranken Füße“.

Typischer Hallux valgus beidseitig mit mehr oder weniger ausgeprägten Deformierungen anderer Zehen im Sinne von so genannten Hammerzehen, deren streckseitige Druckstellen (Klavus) an der dritten und vierten Zehe besonders auffällig sind.

 

 

 

 

Ausgeprägter Hallux valgus („schmerzhafter Ballen“) vor und nach Korrektur.

Unfallbedingte Schäden der unteren Extremitäten und insbesondere der Füße gehören zu den häufigsten Verletzungen, z. B. Frakturen des Mittelfußes, des Fersenbeins oder des Sprunggelenks sowie  Ermüdungsbrüche. Sie treten sowohl im Berufsleben als auch in der Freizeit auf, selbstverständlich auch im Rahmen des Breiten- und Leistungssports. Nicht selten kommt es zu langanhaltender Arbeits- und Sportunfähigkeit mit monate- bzw. jahrelanger Rehabilitation und schwerwiegenden sozialen Konsequenzen für die Verletzten.

Verschraubung einer Mittelfußfraktur (Ermüdungsbruch, so genannte Jones-Fraktur).

Der „diabetische Fuß“ mit seinen komplexen Funktionsstörungen (z. B. diabetische Osteoarthropathie), der beeinträchtigten Durchblutung und den oft frühzeitig einsetzenden Gefühlsstörungen ist für die betroffenen Patienten besonders quälend. Hinzu kommt, dass kleinste Verletzungen oft viel zu spät bemerkt und behandelt werden. Die Folgen sind schlecht heilende Wunden und schwere, teils langwierige Entzündungen der  Weichteile und des Knochens. Amputationen sind leider keine Seltenheit.

 

Eine auf den einzelnen Patienten bezogene, zielgerichtete Behandlung in der ganzen Bandbreite der therapeutischen Möglichkeiten - von konservativ bis operativ - hat das Ziel, eine möglichst vollständige Rehabilitation bei den verschiedenen Funktionsstörungen und Krankheitsbildern zu gewährleisten.

Im fußchirurgischen Zentrum am Clemenshospital wird das gesamte Erkrankungs- und Verletzungsspektrum behandelt. Beispielsweise werden Korrekturosteotomien, Sehnentransfers, Nervendekompressionen, Arthroskopien, Arthrodesen, komplexe Osteosynthesen und Rekonstruktionen durchgeführt. Die chirurgische Versorgung diabetischer Fußerkrankungen erfolgt interdisziplinär, u. a. gemeinsam mit der Klinik für Innere Medizin I des Clemenshospitals sowie diabetologischen Schwerpunktpraxen im MedicalCenter.

Mit den technischen und baulichen Voraussetzungen, die das im Jahr 2003 fertiggestellte MedicalCenter am Clemenshospital mit seinem Operationszentrum bietet, kann ein Großteil der operativen Maßnahmen im ambulanten Rahmen durchgeführt werden. Dies trägt nicht nur den veränderten gesetzlichen Bestimmungen Rechnung (§ 115b SGB V), sondern kommt auch den Behandlungswünschen vieler Patienten entgegen.

Seit Ende 2003 wird im ambulanten Operationszentrum im MedicalCenter regelmäßig eine Vielzahl von Operationen durchgeführt, nicht nur des Fußes. Die betroffenen Patienten erleben den kurzen Aufenthalt in den modernen Räumlichkeiten als sehr angenehm, was u. a. durch eine schriftliche Beurteilung seitens der operierten Patienten dokumentiert wird. Mit den zuweisenden und mit behandelnden Ärzten besteht eine sehr gute Zusammenarbeit mit Austausch aller wichtigen Informationen. Auf diese Weise wird eine adäquate Nachbehandlung im Interesse der gemeinsamen Patienten sichergestellt.

Das ambulante Operationszentrum im MedicalCenter am Clemenshospital.