Seelsorge

Die Seelsorge am Clemenshospital geht aus vom Leitbild der Misericordia. Sie ist daher einem ganzheitlichen Menschenbild verpflichtet: Krankheiten und Unfälle betreffen nicht nur den Leib des Menschen, auch die Seele des Menschen leidet mit und bedarf der Hilfe. Die im Krankenhaus Tätigen wenden sich vielfach helfend der seelischen Dimension des Menschen zu, Ärzte, Pflegende und Psychologen. Die Seelsorge bemüht sich ergänzend darum, die Heilkraft des religiösen Glaubens fruchtbar zu machen. Auch ihr erster Weg zum kranken und fragenden Menschen ist das Gesprächsangebot. Sie kann den Menschen helfen, am Sinn des Lebens festzuhalten, ihren Selbstwert zu behalten und die Hoffnung wiederzugewinnen. Auch in bedrohlichen Situationen hilft der Glaube an den geheimnisvoll gegenwärtigen, erbarmungsvollen Gott, sich gegen das Gefühl, einsam und verloren zu sein, zu schützen.

Die Seelsorge in unserem Krankenhaus richtet sich daher in erster Linie an die Patienten in ihrer vielfach kritischen Situation sowie an die betroffenen Angehörigen. Sie steht auch in konstruktiver und solidarischer Beziehung zu den Menschen, die im Krankenhaus direkt oder indirekt mit den und für die Patienten arbeiten. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wirkt sie an der Institution Krankenhaus mit, an ihrem Fortbildungsangebot und an ihrem Betriebsklima.

Die Seelsorge im Clemenshospital beruht auf einem Auftrag der katholischen und evangelischen Kirche. Sie achtet die konfessionellen Eigenständigkeiten, versteht sich aber als ein ökumenisch arbeitendes Team.

Die Krankenhausseelsorge wird wahrgenommen von Pater Alfons Minas, von Salvatorianerpatres aus dem benachbarten Kloster sowie von dem evangelischen Pfarrer Arndt H. Menze. Die Seelsorger stehen auch als Lehrkräfte für den berufsethischen Unterricht an der Zentralschule für Gesundheitsberufe St. Hildegard sowie für die innerbetriebliche Fortbildung zur Verfügung.

Schwester Lucia Dießel (Koordinatorin der Seelsorge, Tel. 0251 976-2054)


Pater Alfons Minas (Tel. 0251 976-0)

Pfarrer Arndt Menze (Tel. 0251 976-5708)

Die Mitarbeitenden auf den Stationen vermitteln gerne seelsorgliche Kontakte. Das Seelsorgeteam hilft Menschen, die nicht den beiden großen Kirchen angehören, Seelsorger ihrer Glaubensgemeinschaft zu finden.

Der Seelsorgedienst geschieht in unterschiedlichen Formen:
Im seelsorglichen Gespräch sind konkrete Probleme und mögliche Krisen das Thema. Ein solches Gespräch kann auf dem Zimmer, auf der Station oder im Raum der Krankenhausseelsorge in der 3. Etage stattfinden. Von Seiten der Seelsorger werden Rat und Hilfe angeboten. Auf Wunsch des Patienten öffnet sich der Zugang zu Gott durch Gebet und Segen. Hier können auch die Angehörigen mit einbezogen werden.

Zum seelsorglichen Angebot in der Klinik gehören tägliche Eucharistiefeiern für katholische Patienten, Angehörige und Mitarbeiter des Krankenhauses, ebenso regelmäßige evangelische Andachten mit Abendmahlsfeiern. Die Gottesdienste sind auch für Besucher von außen offen.

  • Seelsorgliche Hilfe bietet auch die Telefonseelsorge an.
  • Besondere seelsorgliche Zuwendung erfahren sterbende Menschen und ihre Angehörigen.
  • Im Verabschiedungsraum können sich Angehörige von Verstorbenen auf die von ihnen gewünschte Art und Weise verabschieden, z. B. durch Erinnerung im Gespräch, durch Gebete, durch Bekundung von Trauer und Zuversicht oder auch nur durch Schweigen.
  • Den Angehörigen nichtchristlicher Religionen steht der Raum nicht nur als Verabschiedungsraum von Verstorbenen, sondern auch als Gebetsraum bei Bedarf zur Verfügung.

Hilfreich für die Seelsorge ist die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und mit dem Sozialdienst. Speziell zur Sterbebegleitung sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen bereit. Die Seelsorger am Clemenshospital bemühen sich, Jesus von Nazaret, seine Botschaft und seine Praxis zum Maßstab ihrer Arbeit zu machen.

Die Seelsorge des Clemenshospitals ist seit dem 5. Mai 2006 nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert (Zertifikatsnummer: 78100057074).