Eine ganz besondere Auszeichnung bekam am Montagabend, 4. Juni, das Clemenshospital Münster vom Land Nordrhein-Westfalen: Weil sich das Krankenhaus im besonderen Maße für Organspenden einsetzt, überreichte Prof. Dr. Stefan Winter, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, dem Transplantationsbeauftragten der münsterschen Klinik, Prof. Dr. Ralf Scherer, in Düsseldorf eine Urkunde.
"Sie haben mit ihren besonderen Aktivitäten dazu beigetragen, die Organspendersituation in unserem Bundesland zu verbessern. Durch Ihr vorbildliches Engagement haben Sie daran mitgewirkt, dass im vergangenen Jahr eine weitere Steigerung gespendeter Organe erreicht werden konnte", betonte Winter.
2006 wurden in NRW 216 Organspender gemeldet, das waren 20 Spender mehr als im Jahr 2005. Das Clemenshospital ist eines von sechs Krankenhäusern in NRW, das nun ausgezeichnet wurde. Mit dieser Geste möchte das Ministerium in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) aber auch darauf aufmerksam machen, dass noch immer nicht genügend Kliniken diesem guten Beispiel folgen und das Thema auch in der Bevölkerung noch nicht vollständig anerkannt ist. "Auf eine Million Einwohner in NRW kommen zwölf Organspender. NRW ist damit das Schlusslicht im bundesdeutschen Durchschnitt", so der Staatssekretär.
Prof. Scherer nahm gemeinsam mit Hartmut Hagmann, stellvertretender Verwaltungsdirektor des Clemenshospitals, die Auszeichnung entgegen. "Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, die Organspende in den Klinikalltag zu integrieren und wir sind stolz darauf, dass der Ablauf zwischen Verwaltung, Pflegenden und Ärzten so reibungslos in diesem Bereich funktioniert ", sagte Scherer. Sieben Mal wurde in 2006 im Clemenshospital ein Organ gespendet, mit dem einem anderen Menschen ein zweites Leben geschenkt werden konnte. "Es könnten noch viel mehr sein, wenn die Angehörigen öfter der Organentnahme zustimmen würden", meinte Scherer und plädierte für noch mehr Aufklärung über Organspenden in der Bevölkerung.



