Clemenshospital besteht freiwillige Prüfung durch den TÜV Nord
14. Mai 2007

Qualität und Leistung des Clemenshospitals Münster haben die Auditoren des TÜV Nord Cert überzeugt: Alle medizinischen Abteilungen des Krankenhauses inklusive des Medizincontrollings, der Medizintechnik und des Zentraleinkaufs wurden am Donnerstag, 10. Mai, nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Einzige Ausnahme bildet die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die sich nicht der Prüfung unterzogen hat, da sie im Sommer einen neuen Chefarzt bekommt und dadurch Änderungen im Leistungsspektrum möglich werden.
Vom 8. bis zum 10. Mai 2007 waren die Auditoren Stephan Becker und Dr. med. Wolfgang Tiedemann vor Ort, um sich ein Bild von der Arbeit der einzelnen Abteilungen zu machen.
Nach einem Gespräch mit der Betriebsleitung und den Chefärzten über die Unternehmenspolitik und die Qualitätsziele besichtigten die TÜV-Mitarbeiter die einzelnen Stationen. Die bereits in 2005 und 2006 zertifizierten Abteilungen mussten überprüft und die restlichen Bereiche neu geprüft werden. Als neue Bereiche standen die Klinik für Neurochirurgie, die Frührehabilitation sowie die Kliniken für Innere Medizin und Lungen- und Bronchialheilkunde auf dem Prüfstand.
Neben der Infrastruktur und dem Arbeitsumfeld wurde unter anderem das Pflegekonzept, die Dokumentation medizinischer Leistungen, der Umgang mit Patienten, Angehörigen, Mitarbeitern, Medikamenten und Patienteneigentum, die Patientensicherheit, der Bereich Hygiene sowie Schulungen, Ausbildung, Einsatzplanung und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter genau unter die Lupe genommen. Die Auditoren verfolgten den Weg eines Patienten anhand seiner Krankenakte, überprüften Wartezeiten und erkundigten sich nach der Organisation von Anschlussbehandlungen. Ganz genau wurde außerdem hingeschaut, ob Anregungen aus dem letzten Audit umgesetzt wurden. Jede Leistung musste nachgewiesen werden -- eine mündliche Erklärung reichte nicht aus.
Gerade im Bereich der Seelsorge ist es nicht gerade einfach zu prüfen, ob die Arbeit auch den gewünschten Nutzen erbringt. "Nach einem seelsorgerischen Gespräch lässt sich nicht an Zahlen festmachen, ob es dem Patienten nun besser geht oder nicht", sagte der Auditor Stephan Becker. Dennoch gibt es einige Bereiche, die durchaus messbar sind. Dazu gehören die Einbeziehung von Ehrenamtlichen oder die Erreichbarkeit der Seelsorge-Mitarbeiter. "Es ist erstaunlich zu sehen, was alles geht, wenn man es nur will. Diese Abteilung macht das Clemenshospital zu etwas Besonderem", fasste Becker seinen Besuch bei der Seelsorge zusammen. Eben Qualität im Zeichen der Barmherzigkeit, die sich auf allen Stationen wieder findet.
Voll des Lobes waren die Auditoren auch auf der Frührehabilitations-Station. Die Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten und Pflegenden sowie die Betreuung und Unterstützung von schwer Schädelhirnverletzten entlockte den Prüfern ein großes Kompliment: "Auf diese Abteilung können Sie stolz sein. Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist vorbildlich."
Gerhard Tschorn, Geschäftsführer des Clemenshospitals, freut sich, dass auch im dritten Jahr nach außen hin deutlich sichtbar wird, dass das gesamte Krankenhaus qualitativ hochwertige Leistungen zum Wohle der Patienten erbringt. Dankbar ist er auch für so manchen Verbesserungsvorschlag, den die Experten in den drei Tagen mitgeteilt haben. Insbesondere manche Abläufe können durch Umsetzung der Ideen sowohl für den Patienten als auch für die Mitarbeiter noch weiter vereinfacht werden. "Wir haben uns dieser Qualitätsprüfung nach internationalen Normen freiwillig unterzogen, um zum einen zu zeigen, wie gut wir bereits arbeiten, zum anderen aber auch, um uns ständig zu verbessern und damit zur Erhöhung der Patientenzufriedenheit beizutragen. Daher sind wir sehr glücklich, dass der TÜV Nord uns das Zertifikat erteilt hat und uns somit konstante, sehr gute Leistungen bescheinigt."

 

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