Ein zusätzliches Käsebrot am Tag reicht
16. März 2007

Das Baby isst mit -- und das bereits im Mutterleib. Was viele werdende Mütter jedoch nicht wissen: Der Energiebedarf erhöht sich nur leicht und ist mit einem Käsebrot am Tag zu vergleichen. Trotzdem essen viele werdende Mütter für zwei und durch die zu hohe Energieaufnahme werden möglicherweise Krankheiten wie Diabetes beim Kind begünstigt. Das Clemenshospital hat daher jetzt in Kooperation mit der Familienbildungsstätte Anna-Krückmann-Haus eine Broschüre mit dem Titel "Essen und Trinken in der Schwangerschaft -- Informationen und Tipps zur gesunden Ernährung" herausgebracht.

"Die Broschüre ist ein praktischer Ernährungsfahrplan in der Schwangerschaft mit vielen Tipps und Tricks rund ums Essen und Trinken während dieser besonderen Zeit", erläutert die Autorin Marianne Schmitz, Diplom- Oecotrophologin im Anna-Krückmann-Haus. Schwangere finden in dem Heft zudem eine Rezeptauswahl mit leicht nachzukochenden, vitaminreichen Gerichten wie Möhren-Fischragout, Hirsepfanne oder Gemüsecurry mit Räuchertofu. Die Lebensmittel sind so ausgewählt, dass auf Nahrungsergänzungsmittel weitgehend verzichten werden kann.

"Kürzlich wurde in Polen ein sieben Kilogramm schweres Baby geboren", berichtet Dr. Albert Neff, Oberarzt der Geburtshilfe im Clemenshospital. "Und auch bei uns werden die Babys immer schwerer -- oft bedingt durch einen Schwangerschaftsdiabetes, der wiederum über eine zu hohe Energieaufnahme der Mutter begünstigt wird. Wir hoffen mit dieser Broschüre einen wichtigen Beitrag zur Prävention übergewichtiger Babys und späteren möglichen ernährungsbedingten Erkrankungen des Kindes zu leisten", so der Oberarzt weiter. Bereits im Mutterleib entwickeln Babys Geschmacksvorlieben. Je nachdem welche Geschmacksrichtungen dem Baby pränatal angeboten werden, akzeptiert es später eher fast food oder gesunde Kost. Somit kann die Mutter über ihre Ernährung viel für die eigene Gesundheit und die gesunde Entwicklung des Babys tun.

Die Broschüre wird in den Geburtsvorbereitungskursen der beiden Häuser kostenlos verteilt. Ansonsten ist sie gegen eine Schutzgebühr von einem Euro erhältlich. Sie kann auch von gynäkologischen Praxen angefordert werden.
Kontakt: Clemenshospital, Telefon 0251.976-2563
Anna-Krückmann-Haus, Telefon 0251.33374 http://www.anna-krueckmann-haus.de/

 

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