Am 17. Oktober erblickten die Drillinge Noah, Maja und Niklas das Licht der Welt im Clemenshospital.
„Das war ein ganz schöner Schock für uns“, erzählt die Mutter Jessica Porschke. In der 22. Schwangerschaftswoche haben sie und ihr Freund Frank Barton zunächst erfahren, dass es Zwillinge werden. Sechs Wochen vor der Geburt tauchten dann plötzlich drei Winzlinge auf dem Ultraschallbild auf. „In der Familie meines Freundes ist das jedoch keine Seltenheit“, erzählt die 23-Jährige. „Dort gibt es sowohl Zwillinge als auch Drillinge.“
„Statistisch gesehen kommt ohne Hormonbehandlung auf etwa jede 7800. Geburt eine Drillingsgeburt“, erklärt Prof. Dr. Günther Reck, Chefarzt der Frauenklinik.
„Insbesondere bei Frühgeburten ist die Versorgung in einem Perinatalzentrum besonders wichtig“, erklärt Dr. Claudia Hille, Oberärztin des Neonatologischen (Neugeborenen) Zentrums und der Kinderintensivstation des Clemenshospitals. „Frauen- und Kinderärzte arbeiten bei uns eng zusammen. Durch die räumliche Nähe von Kreißsaal, Entbindungsstation und Intensivmedizin können wir die zu früh geborenen Kinder optimal betreuen“, sagt die Oberärztin. Seit dem 1. Januar 2006 haben die Frauen- und Kinderklinik des Clemenshospitals die Aufgaben eines Perinatalzentrums übernommen.
13 Wochen vor der Geburt lag Jessica Porschke bereits in der Frauenklinik. Durch die gute Versorgung konnte die Entbindung bis zur 34. Schwangerschaftswoche hinausgezögert werden. „Denn jeder Tag, den die Babys im Mutterleib bleiben, ist wichtig“, sagt Dr. Hille.
Im Kreißsaal standen am 17. Oktober drei kinderärztliche Teams parat, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Doch bei den Drillingen verlief alles problemlos: Im Minutentakt wurden sie per Kaiserschnitt von Prof. Reck entbunden und kamen danach auf die Kinderintensivstation.
Noah, der Erstgeborene, wog bei der Geburt 1865 Gramm, dann kam Maja mit 1805 Gramm und schließlich Niklas mit 1720 Gramm auf die Welt. Während ihre Mutter bereits nach einer Woche die Klinik verlassen konnte, blieben die Kinder noch vier Wochen auf der Intensivstation. Am 14.November wurden sie auf die Kinderstation verlegt und haben sich inzwischen prächtig entwickelt. „Die Wärme, die man mir und meinen Kindern hier im Clemenshospital entgegen gebracht hat, ist unglaublich. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und bin mit der gesamten Betreuung und Behandlung mehr als zufrieden“, sagt Jessica Porschke. Nach der Entlassung zieht die junge Familie in eine neue, größere Wohnung in Münster-Hiltrup. Das Kinderzimmer ist bereits komplett eingerichtet. „Alles andere muss momentan hinten anstehenden“, sagt die glückliche Drillings-Mutter.
Zu den ersten Gratulanten zählten Heinrich Segbers, Vorsitzender des Vereins Freundeskreis Clemenshospital Münster sowie der Verein Herzenswünsche. Der Freundeskreis überreichte den frisch gebackenen Eltern einen Drillingskinderwagen und „Herzenswünsche“ gratulierte mit einer Finanzspritze.



