Zahlreiche Mitarbeiter kamen nach der Alarmierung zum Clemenshospital und in die Raphaelsklinik, um bei der Versorgung der Schwerstverletzten zu helfen

Opfer des Amokfahrers werden intensiv versorgt

[08.04.2018]

Zwei schwerstverletzte Opfer der Amokfahrt vom gestrigen Samstag werden im Clemenshospital behandelt, ein weiteres in der Raphaelsklinik. Die Patienten im Clemenshospital werden intensivmedizinisch betreut und weiterhin engmaschig überwacht. Das Opfer, das in der Raphaelsklinik operiert wurde, konnte inzwischen auf eine Normalstation verlegt werden. Im Clemenshospital wurde bis nach Mitternacht operiert. „Alle Mitarbeiter haben am Samstag Großartiges geleistet“, bestätigt der Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Handchirurgie und Sportmedizin, Prof. Dr. Horst Rieger.

Auch in der Raphaelsklinik sei man Dank des gut geschulten Teams sehr gut vorbereitet gewesen, „Die Organisation der Zentralen interdisziplinären Ambulanz hat sehr gut funktioniert“, sagt der Oberarzt der Klinik für Unfall- und orthopädische Chirurgie, Dr. Frank Jung. In beiden Kliniken sind unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Amokfahrt zahlreiche Mitarbeiter spontan zur Arbeit erschienen um ihre Kollegen zu unterstützen. Unter ihnen waren neben Ärzten und Pflegenden auch Techniker, Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter der Klinikseelsorge. Die Alarmierung erfolgte über den elektronischen Alarmserver, der nach der Auslösung die Mitarbeiter automatisch auf ihrem Handy angerufen hat.

Selbst medizinisch geschulte Bürger, die nicht in den beiden Kliniken arbeiten, haben sich telefonisch gemeldet, um ihre Hilfe anzubieten. „Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern sehr herzlich für ihr großes Engagement und die Welle der Hilfsbereitschaft. Auch die Kommunikation mit den Einsatzkräften lief vorbildlich!“, bekräftigt der Geschäftsführer der Trägergesellschaft Alexianer Misericordia am Tag nach der Amokfahrt. Für alle Beteiligten überraschend war auch die Solidarität seitens der Bevölkerung, die zum Teil mit Lebensmitteln in die Kliniken kamen, um die vielen Helfer zu unterstützen.