Wieder selbstständig atmen können

Manche Erkrankungen beeinträchtigen die Atmung und eine künstliche Beatmung wird notwendig. Das Team der Klinik für Beatmungs- und Schlafmedizin unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Young hat sich zum Ziel gesetzt, wieder ein Leben möglichst unabhängig von den Beatmungsgeräten und mit mehr Lebensqualität zu ermöglichen.

Als Folge von Erkrankungen der Nerven, der Muskeln, der Lunge oder auch nach Entzündungen, Operationen oder anderen Ereignissen kann die Atmung beeinträchtigt sein und muss technisch unterstützt werden. Die Möglichkeiten moderner Beatmungsgeräte haben in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. Oft erfolgt diese Atmungsunterstützung über eine große Kanüle in der Luftröhre. Wenn diese Form der Beatmung über längere Zeit durchgeführt werden muss, kann es zu Problemen bei der Entwöhnung kommen, weil sich der Körper auf die Unterstützung durch die Geräte eingestellt hat. Unsere Abteilung ist spezialisiert auf die schrittweise Entwöhnung von der künstlichen Beatmung, dem sogenannten Weaning. Falls dies nicht möglich sein sollte, wird eine Beatmung über eine Maske angestrebt, im besten Fall nur zeitweise. Immer mit dem Ziel, die Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Unsere Beatmungsintensivstation ist eine Kooperation zwischen dem Clemenshospital und der Klinik für Schlafmedizin und neuromuskuläre Erkrankungen des Universitätsklinikums Münster. Wir können auf unserer Station Patienten aufnehmen, die sowohl über eine Beatmungskanüle als auch über eine Maske beatmet werden. Auch eine Besiedlung mit resistenten Keimen oder eine Dialyse sprechen nicht gegen eine Behandlung auf unserer Station.

Die Beatmungsintensivstation wird neurologisch und internistisch geführt. Dadurch können alle langzeitbeatmeten Patienten, unabhängig von ihrer Grunderkrankung, umfassend versorgt werden.


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