Wenn Knochen nicht so wachsen wie sie sollten

Es gibt angeborene und erworbene Fehlstellungen des Skelettapparates, das können angeborene überzählige Zehen (Hexadaktylien) oder eine lagebedingte Schädelabflachung bei Säuglingen (Plagiocephalus) sein. Meistens handelt es aber um sogenannte mitwachsende Deformitäten im Sinne knöcherner Verbiegungen oder Defekte, die erst zum Abschluss des Wachstums ihre tatsächliche Ausprägung erreicht haben.

O-Beine und X-Beine sind die häufigsten Krankheitsbilder aus diesem Bereich. Ungleich lange Beine (Beinlängendifferenz) von manchmal mehreren Zentimetern können minimalinvasiv ohne äußere Knochenspanner (externe Fixateure) mit Verlängerungsnägeln behandelt werden. Komplexe Deformitäten müssen manchmal bereits frühkindlich operiert werden, teilweise noch vor dem Kindergartenalter, um zum Wachstumsabschluss ein möglichst geringes Handicap für das weitere Leben zu haben.

Verkürzungen der Unterschenkelknochen (fibuläre und tibiale Hemimelien), der angeborene kurze Oberschenkel (PFFD, proximaler Femurdefekt, CSF, congenital short femur) und diverse Skelettdysplasien und syndromal bedingte Skelettanomalien sind nur einige Schlagworte aus diesem Bereich. Wissenschaftlich ermittelte und festgelegte Behandlungsverfahren kommen zum Einsatz, um gerade dann, wenn mehrere Operationen über die Jahre des Wachstums erforderlich werden, den für die betroffenen Kinder sichersten Weg zur Verbesserung der Gesundheit festlegen zu können.

Patienten jeden Alters mit Stoffwechselstörungen oder angeborenen Gendefekten benötigen die medizinische Hilfe der Deformitätenkorrektur.

Wir gehen den für unsere Patienten sichersten Weg zur Verbesserung der Gesundheit.

PD Dr. med. Frank Schiedel, Leiter Department für Kinderorthopädie und Deformitätenkorrektur 


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