Was passiert, wenn das Weaning erfolglos bleibt?

Leider kommt es auch auf Weaningstationen immer wieder dazu, dass Patient*innen nicht dauerhaft von der invasiven Beatmung entwöhnt werden können. Die Weiterbehandlung nach der Entlassung von unserer Station hängt in diesen Fällen stark davon ab, unter welcher Grunderkrankung die Patientin / der Patient leidet, wie selbständig sie/er ist, ob sie/er zumindest phasenweise ohne Beatmung auskommt, und vor allem, ob die Trachealkanüle entfernt werden konnte. 

Um die weitere Versorgung abhängig von den Wünschen der Patient*innen und ihrer Angehörigen planen zu können, versucht insbesondere unser Case Management frühzeitig, die verschiedenen Möglichkeiten abzuwägen und gegebenenfalls in enger Abstimmung mit der / dem Patient*in und den Angehörigen umzusetzen: So werden etwa Anträge an Rehakliniken gestellt. Die Suche nach einem entsprechend ausgestatteten Pflegeplatz beginnt. Mögliche Umbaumaßnahmen zu Hause werden in die Wege geleitet. Oder die Organisation der weiteren pflegerischen und ärztlichen Unterstützung wird geplant. All dies wird als Überleitmanagement bezeichnet.

Weitere Unterstützungs- und Schulungsangebote finden Sie auch auf den Seiten unserer Familialen Pflege

Wenn Patientinnen und Patienten mit einer Beatmung unsere Station verlassen, ist eine erneute Aufnahme bei einer Besserung des Zustands nach einigen Wochen oder Monaten selbstverständlich möglich. Dann kann ein erneuter Entwöhnungsprozess gestartet werden. Dazu nimmt die / der betreuende Mediziner*in zu gegebener Zeit Kontakt zu uns auf. 

Sollte sich jedoch eine Situation ergeben, in der die Patientin / der Patient oder die bevollmächtigten Angehörigen eine Beendigung der Therapie wünschen, werden wir Sie auch dabei weiter begleiten. Unter Berücksichtigung aller Befunde und des medizinischen Verlaufs können wir Sie sowohl intensivmedizinisch-pflegerisch als auch palliativmedizinisch beraten. Sollte der Wunsch nach einem Therapieende fortbestehen, stehen wir der Patientin / dem Patienten und ihren / seinen Angehörigen auf Wunsch mit Unterstützung unserer Seelsorge auf ihrem weiteren Weg bei.