180 Jahre gemeinsames Ordensleben

Clemensschwestern Profess
Sr. Mariata Kemper, Sr. Bertholde Diercksen und Sr. Alicia Arnzen feierten den 60. Jahrestag ihrer Profess in der Gemeinschaft der Clemensschwestern in Münster. Alexianer-Regionalgeschäftsführer Hartmut Hagmann und Pflegedirektorin Beate Mens würdigten die Arbeit der Schwestern.

, Einrichtungen Clemenshospital

Drei Clemensschwestern feiern jeweils 60-jährige Profess.

Zugegeben, die Einschränkungen durch den Corona-Virus haben die Feierlichkeiten deutlich kleiner ausfallen lassen, als der Anlass es eigentlich geboten hätte. Aber auch in kleiner Runde haben drei der Münsteraner Clemensschwestern ihr besonderes Jubiläum genossen: Seit 60 Jahren gehören Sr. Mariata Kemper, Sr. Alicia Arnzen und Sr. Bertholde Diercksen dem katholischen Frauenorden an, am 17. April 1961 feierten sie ihre Erste Profess.

 

„Damals war noch Einiges anders“, erinnert sich Sr. Mariata: „Wir hatten noch die Trachten mit dem schneeweißen, gestärkten Kragen – Auftritte in Zivil waren undenkbar“. „Mir taten manchmal ganz schön die Schultern von dem Kragen weh“, lacht Sr. Alicia bei dem Gedanken daran. Mittlerweile ist beides Geschichte: der starre Kragen wurde von einer bequemen Tracht abgelöst und öffentliches Auftreten ohne die Ordenskleidung ist auch für viele Schwestern selbstverständlich.

 

Die drei Jubilarinnen sind gleichzeitig in den Orden eingetreten, nachdem sie zwei Jahre zuvor ins Noviziat, also in die Ausbildung für den „Ordensnachwuchs“ gestartet waren. Nach diesen zwei Jahren bekennt man sich mit der Ersten Profess zum einfachen Leben in der christlichen Gemeinschaft und zu Gott. „Wir waren damals 23 junge Frauen, die gemeinsam das Gelübde ablegten“, so Sr. Mariata. So hoch sind die Zahlen der Neueintritte in das Ordensleben heute nicht mehr, auch wenn unlängst mit dem „Freiwilligen Ordensjahr“ eine neue, unverbindliche Erfahrung für junge Menschen geschaffen wurde.

 

Alle drei Ordensschwestern haben ein bewegtes Leben hinter sich, erlebten den Krieg in unterschiedlichen Ausprägungen mit und suchten sich auch im engen Zusammenleben im Münsteraner Mutterhaus ihre eigenen Wege. So leitete Sr. Mariata die Diätschule in der Raphaelsklinik, Sr. Alicia und Sr. Bertholde waren als Kinderkrankenschwestern im Dienst. Ganz haben die drei dem Clemenshospital nie den Rücken gekehrt, so genießen sie aus ihrer Wohnung auf dem Gelände am Düesbergweg den Blick auf das wachsende Krankenhaus. Der Regionalgeschäftsführer der Alexianer Misericordia GmbH, Hartmut Hagmann, und Pflegedirektorin Beate Mens gratulierten den Clemensschwestern zu ihrem besonderen Jubiläum und würdigten die Arbeit in ihren Häusern in Münster, zu denen auch die Raphaelsklinik zählt: „Ohne Sie gäbe es uns in dieser Form heute nicht!“.