Im Team gegen den Krebs

Lungenkrebs führt häufig zum Tode, da die Früherkennung sehr schwierig ist. Es ist die Krebserkrankung, die an dritter Stelle der Häufigkeit steht. Das Lungenkrebszentrum Münster/Münsterland am Clemenshospital kämpft dagegen an. Es wurde 2009  von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

In Deutschland erkranken jährlich zirka 46.000 Menschen an Lungenkrebs. Die Zahl der Männer, die davon betroffen sind, ist leicht rückläufig. Die Zahl der erkrankten Frauen steigt dafür stetig. Die ersten körperlichen Anzeichen für Lungenkrebs treten erst spät auf, wenn die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Erfolgreich kann eine Therapie nur sein, wenn der Lungenkrebs im Frühstadium erkannt wurde.

Operationen oder Therapien als beste Heilungsmöglichkeit

Die Operation bietet bei den meisten Formen von Lungenkrebs die besten Heilungschancen. Das gelingt nur, wenn der Tumor noch lokal begrenzt ist. Ist das nicht mehr der Fall, kann eine Kombination aus Chemo- und Strahlentherapie eventuell Linderung oder Heilung bringen. Neue Substanzen und moderne Verfahren haben die Ergebnisse dieser kombinierten Therapie in den letzten Jahren stark verbessert.

Fächerübergreifende Tumorkonferenz

Um die Aussicht auf Heilung zu verbessern, bietet die fächerübergreifende Tumorkonferenz im Haus die besten Möglichkeiten. An der Tumorkonferenz sind alle Spezialisten aus der Schmerztherapie, der Pathologie, der Onkologie, der Intensivmedizin, der Physiotherapie, der Psychoonkologie, der Strahlentherapie, der Thoraxchirurgie, der Pneumologie, des Sozialdienstes und der Radiologie beteiligt.  In regelmäßigen Treffen werden für jeden  Patienten individuelle und optimale Therapiekombinationen erstellt und durchgeführt. Alle Spezialisten bringen jahrelange Erfahrungen mit. Bis heute wird dieses Kompetenznetz ständig erweitert und ergänzt. Spezialisten, Ärzte und das Pflegepersonal setzen sich unermüdlich dafür ein, dass alle Patienten medizinisch und menschlich ausgezeichnet versorgt werden.

Die Diagnostik und die Therapie bösartiger Lungenerkrankungen stehen am Lungenkrebszentrum Münster/Münsterland des Clemenshospitals im Vordergrund.

Dafür konnten zahlreiche einzelne Institutionen und Fachkräfte für die Zusammenarbeit am Lungenkrebszentrum gewonnen werden.  Sie bilden gemeinsam die sogenannte Tumorkonferenz. Die Spezialisten dieser Einrichtungen behandeln im Team jeden Patienten individuell nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und medizinischen Leitlinien. Oberstes Ziel ist es, effektive Therapien anzuwenden, die möglichst wenige Nebenwirkungen haben.

Nicht nur die Anwendung durch die erfahrenen Spezialisten, sondern auch die Information der Patienten erfolgt jederzeit und ausführlich durch die jeweiligen Fachkräfte.

Alle Krebserkrankungen sorgen für körperliche und seelische Erschöpfungszustände bei den Patienten. Der Patient fühlt sich häufig im Beruf und im Alltag überfordert. Die Psychoonkologen am Clemenshospital unterstützen den Patienten bei der Bewältigung dieser Probleme.

Immer werden die Angehörigen einbezogen, um die Lebensqualität des Patienten und seines Umfelds zu verbessern. Dazu gehören die Unterstützung in der Bewältigung von Krisen und die Vermittlung von Problemlösungen zusammen mit dem Betroffenen. Entspannungstechniken helfen dabei, Stress zu bewältigen. Wichtig ist den Psychoonkologen ebenfalls, dass der Patient lernt, seine Krankheit anzunehmen. Dadurch muss er lernen, seine Rollen in Familie und Beruf neu gestalten.

Die Psychoonkologen helfen ebenfalls dabei, Ansprechpartner zur psychologischen Weiterbehandlung des Patienten am Heimatort zu finden.

Ständig wird daran gearbeitet, die Vernetzung der Einzelbereiche des Clemenshospitals reibungsloser und besser zu gestalten. Dieses Qualitätsmanagement soll die Zufriedenheit der Patienten und die Heilerfolge verbessern.

Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität werden nie einzeln durchgeführt, sondern immer im Austausch mit allen Abteilungen. Durch gemeinsame Planung, Umsetzung, Prüfung und Verbesserung (der sogenannte „plan-do-check-act“ Zyklus) soll die Zufriedenheit der Patienten gesichert und stetig verbessert werden.

Um die Angebote des Lungenkrebszentrums zu verbessern, werden regelmäßig die Patienten befragt. Die Länge der Wartezeiten vom ersten Anruf über die stationäre Aufnahme bis zur eventuellen Operation wird ebenso erfragt. Das Ziel ist, die Wartezeiten so kurz wie möglich zu halten.

2006 erhielt das Clemenshospital für das gute und effektive Qualitätsmanagement das international anerkannte Zertifikat des TÜV nach DIN ISO verliehen.

Das Management der Patienten im Lungenkrebszentrum des Clemenshospitals vermittelt zwischen dem ärztlichen und dem pflegerischen Bereich. Außerdem ist diese Einrichtung die Schnittstelle für die Sorgen und Nöte der Patienten und ihrer Angehörigen.

Einrichtung des Patienten-Managements

Im Januar 2012 wurde das sogenannte Patienten-Management als neuer Zweig eingeführt. Während des gesamten Aufenthalts des Patienten ist diese Stelle zentrale Ansprechpartnerin für die Patienten und ihre Angehörigen.

Gründe für die Einrichtung

Erkrankungen durch Lungenkrebs erfordern vielfältige Informationen und Beratungen der Patienten und ihrer Angehörigen. Eine kontinuierliche Begleitung von der Diagnostik über die Therapie im Lungenkrebszentrum bis zur Entlassung sichert diese Einrichtung.

Die Heranziehung aller möglichen Therapeuten und Fachkräfte im Clemenshospital fördern und begleiten die Mitarbeiter des Patienten-Managements. Der regelmäßige Austausch aller beteiligten Fachkräfte dient dazu, den besten Weg zur Heilung oder zur Linderung des Patienten zu finden.

Nach der Entlassung vermittelt diese Stelle die weitere Versorgung durch Onkologen, Strahlentherapeuten oder Lungenfachärzte. Der Patient steht immer im Mittelpunkt der Bemühungen. Er wird bei allen Prozessen einbezogen und zur aktiven Mitarbeit animiert.

Schwerpunkte des Patienten-Managements sind die Thoraxchirurgie und die Abteilung für Lungen- und Bronchialheilkunde.

 


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