Neurochirurgie des Clemenshospitals ist spezialisiert auf Hirntumoren

Eine Ärztin zeigt auf das Bild eines Gehirns
Prof. Dr. Uta Schick, Chefärztin der Klinik für Neurochirurgie des Clemenshospitals, mit einer Aufnahme der Fasern des Gehirns, das rote ist der Tumor.

Zwei Drittel aller Hirntumoren, die im Zentrum für Neurochirurgie des Clemenshospitals vorgestellt werden, sind gutartig. Wenn ein Tumor allerdings im Schädel wächst, verdrängt er Hirngewebe und das kann schwerwiegende Folgen haben. Deshalb geht es bei der Behandlung nicht mehr nur darum, den Tumor zu entfernen, wie Prof. Dr. Uta Schick, Chefärztin der Klinik für Neurochirurgie des Clemenshospitals erklärt: „Heutzutage steht in der Neurochirurgie der Funktionserhalt bei der Behandlung im Vordergrund.“

Um bei einem derart komplizierten Organ wie dem Gehirn den Eingriff so zu planen und durchzuführen, dass möglichst wenige Einschränkungen beim Patienten zurückbleiben, geht es nicht ohne moderne Technik und die leistet Erstaunliches. „Wir finden zunächst mit dem Magnetresonanztomografen - dem MRT - heraus, wo im Gehirn des jeweiligen Patienten die Areale zum Beispiel für die Sprache oder auch für die Bewegung liegen“, erläutert die Neurochirurgin. Danach werden die Fasern im Gehirn identifiziert, über die wichtige Hirnbereiche miteinander verbunden sind, gewissermaßen die Datenautobahnen unseres Denkorgans. Das sind die Bereiche, die bei der Operation umgangen werden müssen, um die Funktion des Gehirns möglichst nicht zu beeinträchtigen. „Diese Aufnahmen werden vor dem Eingriff in das Navigationssystem eingelesen und während des Eingriffs in das Operationsmikroskop eingeblendet, so dass wir immer genau wissen, welchen Weg wir wählen müssen und das millimetergenau“, berichtet Prof. Dr. Uta Schick. Die virtuelle Technik ermöglicht während der Operation sogar den Blick hinter den Tumor.

„Wir besprechen vor jedem Eingriff, welcher Weg für den Patienten der beste ist. Manchmal gibt es mehrere mögliche Vorgehensweisen und dann stellt sich immer die Frage, welche den Patienten am wenigsten schädigt.“ Ob nach einem Eingriff am Gehirn eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung notwendig ist, entscheiden die Experten des Neuroonkologischen Zentrums des Clemenshospitals ebenfalls in gemeinsamen Konferenzen speziell für jeden einzelnen Patienten. Sollte bei schwer betroffenen Patienten eine Frührehabilitation notwendig sein, findet diese ebenfalls direkt im dafür spezialisierten Department ZNS (Zentralnervensystem) des Clemenshospitals statt.

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